Samstag, 25. Juli 2015

Bad Bunnies

...Mensch, und nach Bernd hat jetzt auch noch Hilko Geburtstag! Alles Gute!
(So trifft es sich ja wirklich bestens, dass ich diesen Artikel nicht innerhalb meines angestrebten Acht-Tage-Intervalls fertig bekommen habe. Wenn ich’s nicht besser wüsste, würde ich sagen: Das kann kein Zufall sein.)

Wie geht BAD BUNNIES? Wir wollen unsere Handkarten loswerden. Wer die letzte Karte eines Durchgangs legen kann, erhält so viele Punkte, wie insgesamt Karten gespielt wurden.
Die Karten tragen Werte von eins bis 13. Wer spielt, sagt an, ob der Nächste eine höhere oder tiefere Zahl legen muss. Eine Dreizehn zu spielen und „höher“ zu sagen, setzt den Nachfolger natürlich etwas unter Druck, aber es gibt Auswege: Einsen und Siebenen sind Joker und dürfen (fast) immer gelegt werden. Außerdem darf man grundsätzlich dieselbe Karte spielen wie der Vorgänger. Dann sagt man „Doppelhoppel“, und fortan müssen alle „doppelhoppeln“, also denselben Zahlenwert legen. Nur eine Sieben hebt das Doppelgehoppel wieder auf.
Wer nicht legen kann oder will, steigt aus. Erreicht einer 60 Punkte, gewinnt er.

Was passiert? Mein Erfahrungsschatz zahlreicher Partien: Besitze ich viele Joker, habe ich gute Chancen, die Runde zu gewinnen. Habe ich wenige Joker, stehen meine Chancen schlecht.
Es kann aber trotzdem klappen, insbesondere wenn es gelingt, den Mitspielern das Doppelhoppeln aufzuzwingen. Womit aber nicht gesagt sein soll, dass man nennenswerten Einfluss hätte. Den hat man nicht – dafür aber Spaß. BAD BUNNIES ist emotional, die Entscheidungen sind schnell gefällt. Hopp oder top. Ich kann legen oder ich bin raus. Und eben weil es so schnell und witzig und schadenfreudig ist, unterhält es die Runde gut, nicht zuletzt wegen des schönen Ausrufs „Doppelhoppel!“
Wider Erwarten musste ich allerdings recht häufig beobachten, dass BAD BUNNIES Schwierigkeiten verursacht, die das Spiel bremsen. Erstens verwirren die unterschiedlichen Fähigkeiten der beiden Joker-Sorten. Zweitens verstehen viele Spieler bis zum Schluss nicht die komplizierte „Sonderregel Finale Karte“.

Was taugt es? Zwei Joker-Sorten zu unterscheiden, halte ich für intellektuell noch zumutbar. Und auch die Sonderregel wird gewiss ihren Grund haben. Allerdings verhindert sie in Kombination mit anderen Kleinigkeiten, dass das locker-leichte BAD BUNNIES von der Zielgruppe tatsächlich als locker-leicht wahrgenommen wird.
Das ist schade, denn in der Sparte der „Betrunken am Strand“-Spiele sehe ich bei BAD BUNNIES einiges Potenzial. Auch grafisch ist BAD BUNNIES sehr nett bzw. bad gemacht. Es wäre schade, wenn dieses Spiel schnell wieder unterginge.

BAD BUNNIES von Jacques Zeimet für zwei bis sechs Spieler, Schmidt.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Leider ist auf der mobilen Version der Webseite die Wertung nicht zu sehen....

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