Montag, 3. November 2008

Thurn & Taxis - Alle Wege führen nach Rom

Kaufmännisch lässt sich gegen Erweiterungen gar nichts sagen. Die Fans kaufen das Zeug - und Punkt. Alles in bester Ordnung also.
Hm, aber wenn der Polizist sagt: "Bitte nicht stehen bleiben, hier gibt´s nichts zu sehen" - gehen Sie dann weiter? Ich nicht...

Wie geht ALLE WEGE FÜHREN NACH ROM? Die Erweiterung beinhaltet zwei Module, die einzeln oder auch zusammen mit dem Grundspiel kombiniert werden können.
„Die Audienz“ bringt eine Wettkomponente ins Spiel. Fünf farbige Kutschen fahren auf einem separaten Spielplan nach Rom. Jeder Spieler ordnet vorab jeder Kutsche einen unterschiedlich wertvollen Wettchip zu. Je später die Kutsche in Rom ankommt, desto besser. Ankommen allerdings muss sie. Die Kutschbewegung ergibt sich als Nebeneffekt aus dem Hauptspiel: Jede Stadtkarte in einer abgeschlossenen Strecke, für die kein Haus gesetzt wird, bringt die gleichfarbige Kutsche ein Feld voran.
“In Amt und Würden“ belohnt Spieler, die im Laufe der Partie die Hilfe von möglichst vielen verschiedenen Amtspersonen in Anspruch nehmen. Um dies zu protokollieren, erhält man nach jeder Aktion einen Chip des entsprechenden Amtsträgers. Ist eine Chip-Sorte aufgebraucht, wird abgerechnet und man kriegt dafür eine Karte, einen Siegpunkt oder gar ein Haus auf dem Spielplan.

Was passiert? Man spielt es und denkt sich: Wozu? Beide Erweiterungen fügen dem Spiel Elemente hinzu, die sich eher neben statt im Spiel ereignen. „In Amt und Würden“ gefällt mir minimal besser, aber wohl auch nur deshalb, weil es weniger vom eigentlichen Spiel ablenkt. Alles in allem gelangt man bald zu der Feststellung, dass THURN & TAXIS ohne diese Erweiterung das bessere Spiel ist.

Was taugt es? Ein Spiel, wie gemacht für das Label „überflüssig“. Ich kann verstehen, dass der Verlag seinen Erfolgstitel erweitern möchte. Schließlich machen das alle Verlage so. Doch nicht jedes Grundspiel eignet sich gleichermaßen.

THURN & TAXIS – ALLE WEGE FÜHREN NACH ROM von Karen und Andreas Seyfarth für zwei bis vier Spieler, Hans im Glück.

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