Samstag, 19. Januar 2013

Vor 20 Jahren (1): Prolog

Seit Monaten grübele ich hin und her, was ich unternehmen könnte, damit sich in meinem Blog nicht immer nur Rezension an Rezension reiht. Fast wollte ich schon kapitulieren. Als ich dann aber „Die Tagesschau vor 20 Jahren“ sah und mich vor allem über die Frisuren wunderte, kam mir eine total gute Idee, die ganz bestimmt nirgends abgekupfert ist, schon gar nicht bei der Tagesschau oder der spielbox oder der Fairplay: Ich schreibe einen Rückblick auf mein spielerisches Leben vor 20 Jahren! Da ich bereits Preise für mein Lebenswerk erhalte, scheint die Zeit einfach reif dafür.

Weil ich Mitspieler habe, die teilweise unter 20 Jahre alt sind, muss ich vorab wohl noch erklären, wie die Welt 1993 überhaupt aussah. Also, erstens mal: ganz andere Frisuren! Und zweitens: kein Internet! Man war als Mensch von der Welt völlig abgeschnitten. Wenn man mal was über Spiele erfuhr, dann im Drei-Monats-Rhythmus aus der Fairplay. Ansonsten erfuhr man nichts.
Das lag vielleicht auch ein wenig an mir. Die spielbox hatte ich abbestellt, weil sie mir am Ende der Huss-Periode nicht mehr gefiel. Und von Messegängertum war ich damals noch weit entfernt. (Zwei Jahre, um genau zu sein.) Ich kannte niemanden, der etwas mit der Spieleszene zu tun hatte. Und zu meinem Leidwesen hatte ich auch selber nichts mit der Spieleszene zu tun.

Die neue Serie (falls es denn eine wird) knüpft an den Zwanzigteiler „Als ich noch kein Spieler war“ an, allerdings mit einer Lücke von etwa fünf Jahren. Falls mir einige bedeutsame Ereignisse dieser dunklen Zwischenperiode einfallen, werde ich sie als Rückblick im Rückblick galant einfließen lassen, damit auf keinen Fall jemand etwas Wichtiges verpasst.
Ich fürchte nur, da war nicht viel. Anfang der 90er Jahre hatte ich weit weniger Mitspieler als heute. Ich hatte gerade mal eine halbwegs regelmäßige Spielegruppe und deren Mitglieder hatten allesamt noch viele andere Interessen. Mit anderen Worten: Das waren gar keine echten Spieler. Sondern eher so... na ja, normale Menschen mit einem richtigen Leben. – Traurig, traurig, wenn man sich überlegt, dass es tatsächlich solche Existenzen gibt. Und damals war ich umgeben von solchen!

Okay. Reicht für diesmal. Ich muss mir meinen Stoff gut einteilen. Für 1993 habe ich nämlich nicht so viel. Aber falls es diese Serie auch im Oktober 2017 noch geben sollte, kann ich endlich die Geschichte meiner Erstbegegnung mit Reiner Knizia auf der SPIEL’97 erzählen. Das wollte ich immer schon mal, bislang hat es sich aber nie ergeben. Im Grunde ist das sogar der Hauptzweck dieser Serie...
Na? Ist das jetzt ein spannender Cliffhanger? Hält euch das die nächsten fünf Jahre bei der Stange? Ich hoffe es.

3 Kommentare:

Maddin hat gesagt…

Was mir an dieser Reihe (?) vor Allem gut gefällt ist, dass Du, lieber Udo, uns die Gelegenheit zu etwa folgendem Dialog gibst:
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"Ha - weißte was? Ich bin bestimmt schon zehn Jahre länger echter Spielefreak als UDO BARTSCH!"
"Äh - wer?"
"Naja, Du weißt schon, der Mega-Spiele-Guru aus Hannover..."
"Kenn ich nicht. Und?"
"Naja, ich dachte: das ist doch was..."
"Maddin, ich weiß so gut wie alle hier, dass Du ein alter Sack bist. Jetzt hör auf zu quasseln und MISCH ENDLICH!"
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Toll.
Danke, Udo...

Peer hat gesagt…

Interessant...habe die Spielbox nach der Huss-Oeriode auch abbestellt.

Felix hat gesagt…

Huss- was genau? Ich habe die Spielbox auch nicht weitergeführt, aber hatte einen anderen Grund.

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