Samstag, 28. März 2009

Chicago Express

Wir befinden uns in der guten alten Zeit. Die Menschen fuhren noch mit Pferdekutschen und alle waren glücklich. Das wollen wir ändern. Kutschen stehen der modernen Welt im Weg, und es reicht ja wohl, wenn einer glücklich ist, nämlich der mit dem meisten Geld.

Wie geht CHICAGO EXPRESS? CHICAGO EXPRESS folgt dem Vorbild anderer Eisenbahnspiele: Privatvermögen und Firmenvermögen bleiben stets getrennt. Auch besitzt kein Spieler eine feste Spielfarbe, sondern darf Entscheidungen für jede Gesellschaft treffen, an der er mindestens einen Anteil besitzt.
Wer am Zug ist, baut für eine seiner Farben Gleise und erhöht so den Wert des Unternehmens oder er veranlasst die Versteigerung einer weiteren Aktie. Das bringt dem Konzern frisches Kapital, holt allerdings einen neuen Eigner ins Haus, der fortan mitprofitiert.

Was passiert? CHICAGO EXPRESS besitzt mehr Stellschrauben, als es die kompakte Spieldauer von rund einer Stunde vermuten lassen würde. Erst mit zunehmender Erfahrung gewinnt man ein Gefühl für die Zusammenhänge - und für die richtigen Gebote. Ein wesentlicher Teil des Spiels sind die Versteigerungen, und beim Aktienkauf ist es gut zu wissen, was man tut. Heute genauso wie in der guten alten Zeit.

Was taugt es? CHICAGO EXPRESS ist ein Spiel ohne Zufallselemente. Der Funke springt selten schon in der ersten Partie über. Optimalerweise spielt man mehrfach in derselben Konstellation, damit nicht immer wieder bei Null begonnen werden muss. Dann ist das Spiel sehr, sehr taktisch.
CHICAGO EXPRESS ist eine Sache für den Kopf, nicht für den Bauch.
Eintauchen, Mitleben, Atmosphäre schnuppern muss man in anderen Spielen. Vielleicht in solchen, wo die gute alte Zeit noch die gute alte Zeit geblieben ist.

CHICAGO EXPRESS von Harry Wu für zwei bis sechs Spieler, Queen Games.

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