Mittwoch, 23. Oktober 2013

Huhnis Abenteuer (1): Es geht los


Huhni ist begeistert! Zum ersten Mal in seinem Leben fährt er mit dem Taxi! Ich bin seltsamerweise gar nicht so begeistert, denn wir hätten auch prima mit der Straßenbahn zum Bahnhof fahren können, und das wäre nicht nur viel entspannter, sondern auch viel billiger gewesen. Immer vorausgesetzt natürlich, man erwischt die Straßenbahn. Und genau das ist heute das Problem.

Denn gerade als wir aufbrechen wollen, überrascht mich Huhni mit der Meldung, dass er sein Gepäck nicht alleine tragen kann. Dabei hatten wir das doch am Vortag extra lang und breit besprochen. Huhni wollte allen Ernstes seine gesamten Spielsachen mit nach Essen nehmen!
Dass er die auf der Messe gar nicht gebrauchen kann, fand Huhni wenig stichhaltig, schließlich sei es abends im Hotel, wenn ich zum Saufen Spielen gehe, immer so langweilig. Gleichfalls abgeschmettert wurde mein Appell an Huhnis soziales Gewissen, dass Hahni, Pingi und Wursti zu Hause doch sicher auch was zum Spielen da behalten wollen. – „Neee!“ krakeelte Huhni. Das seien ganz allein seine Spielsachen, und die anderen dürften sowieso nicht damit spielen. Höchstens Hahni. Wenn sie lieb ist.

Oh, Mann! Als die anderen Plüschtiere das mitbekamen, entstand natürlich ein riesiger Tumult. Alles krähte und schnatterte durcheinander, und um die Sache abzukürzen und weil es abends im Hotel vielleicht tatsächlich langweilig ist, wenn ich zum Sa Spielen gehe, sprach ich folgendes Machtwort: Huhni darf genau ein Spielzeug mitnehmen. Ein einziges. Und keines mehr. Punkt und Ende der Diskussion!

Ich war nur dummerweise nicht auf die Idee gekommen, dass sich Huhni ausgerechnet für LOOPING HUHNI entscheiden würde, ein Spiel, das nicht nur besonders sperrig, sondern obendrein besonders bescheuert ist. Kenn das jemand?
Jeder Spieler hat einen Rezensenten-Stall, auf dem drei Kritiker-Chips sitzen. In einem Plastikflieger kommt ein durchgeknalltes Huhn angedüst und schießt – sofern man es nicht mit einer Wippe abwehrt – die armen Kritiker von ihrem Podest herunter.
Ich glaube, das ist wohl irgendwie symbolisch gemeint, aber ich versteh’s nicht. Außerdem nervt, dass mir die abgebildeten Kritiker ziemlich ähnlich sehen.

Die Mitbewohner in meinem Hotel können sich jedenfalls schon mal freuen. LOOPING HUHNI ist nämlich nicht nur sperrig und bescheuert, sondern macht vor allem einen Höllenlärm. Und Huhni geht beim Spielen üblicherweise voll aus sich heraus. Ich sage mal, das werden keine entspannten Abende. So ist das eben, wenn man einen Promi im Hotel hat. Mich betrifft das glücklicherweise nicht. Denn ich gehe ja jede Nacht spielen... oder vielleicht sogar besser saufen?

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