Sonntag, 27. Oktober 2013

Huhnis Abenteuer (5): SPIEL ’13, Sonntag

Hallo, hier spricht Huhni. Ich gehe jetzt in die zweite Reporterklasse. Gestern habe ich ganz allein ein Interview geführt. Mit Matthias. Der war lustig. Der isst zum Frühstück Nutellabrot mit Salami. Das will ich jetzt auch immer essen. Aber Udo sagt, Salami gibt’s bei uns nicht. Wir müssen den ganzen Tag lang immer nur Kartoffeln essen, weil das gut ist für unsere Haut.



Ich habe mit einem echten Spieleautor sein Spiel gespielt, das der ganz allein erfunden hat. Das Spiel ging mit Karten und war gar nicht so einfach, weil es zwei Stapel gab und man auch die Zahlen beachten musste. Das war bestimmt dieser fiese Autor, von dem mir Udo mal erzählt hat. Der sich immer nur Gemeinheiten ausdenkt, aber alle finden das toll. Ich merke immer sofort, wenn Udo wieder Spiele von dem gespielt hat. Weil dann hat er hinterher Angst und lässt nachts am Bett das Licht brennen. Aber das darf ich eigentlich gar nicht verraten.


Udo hat heute ein Spiel von der russischen Eisenbahn gespielt. Das war komisch, denn da fuhr überhaupt keine Eisenbahn. Ich durfte die Punktezähler versetzen, aber das war langweilig, das machen nur Erstklässler. Dann habe ich einen anderen Stand gesehen, an dem es bunte Bälle zum Spielen gab. Mit denen habe ich gespielt. Dann habe ich leckere Pfannkuchen gerochen und habe mich an der Bude angestellt. Aber ich hatte gar kein Geld. Und dann musste ich plötzlich Pipi. Ich bin ganz schnell auf den Hof gelaufen und habe mich in eine Ecke gehockt, wo es keiner sieht. Und dann bin ich zurückgegangen zu dem Stand mit dem Eisenbahnspiel – aber Udo war nicht mehr da!

So ein Doofmann! Die ganze Zeit erzählt er, ich soll aufpassen, dass ich nicht verloren gehe. Und dann geht er selber verloren!
Zum Glück hatte ich eine tolle Idee: Ich habe Udo übers Mikrofon ausrufen lassen: „Achtung, Achtung! Udo hat sich verlaufen. Wer ihn findet, soll ihn zu Huhni bringen. Besondere Kennzeichen: Udo guckt immer mürrisch, und er hat eine Kaka-Tasche.“ Und siehste: Es ging ganz schnell, und schon kam Udo angelaufen. Natürlich hat er rumgemeckert, dabei war er doch ganz alleine selber schuld.
Zum Trost habe ich Udo mit aufs Bild gelassen, als wieder diese lustigen Leute in den hellblauen T-Shirts kamen und mich fotografieren wollten. Das machen sie jedes Jahr, seit ich Nachwuchsreporter bin. Das sind meine besten Fans.


Und dann sind wir schon mit dem Zug nach Hause gefahren. In Dortmund ist was passiert. Da ist nämlich Schorse eingestiegen. Schorse spricht ganz komisch, und Udo hat gesagt, das ist ein britischer Akzent.
Schorse kann einen tollen Trick. Wenn man ihn ganz doll am Kopf zieht und dann loslässt, fliegt Schorse quer durch das Zugabteil und kräht richtig laut: „Kikeriki! Kikeriki! Kikeriki!“ Aber Schorse durfte das nur zwei Mal machen, weil die Leute alle gemeckert haben.


Schorse und ich haben beschlossen, dass wir ab jetzt Freunde sind. Ich habe Schorse gesagt, er kann bei uns wohnen, aber dass Udo das bestimmt nicht erlaubt. Deshalb hat Schorse so getan, als würde er in Bielefeld aussteigen. Aber heimlich hat er sich in unserer Reisetasche versteckt. Hihi, das gibt beim Auspacken eine tolle Überraschung!
Viele Grüße
Euer Huhni

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

(siehe Facebook)

Sebastian Schröder hat gesagt…

Oh, Huhni hat einen Freund gefunden oder vielleicht sogar eine Freundin?

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