Donnerstag, 31. Dezember 2009

Gern gespielt im Dezember 2009

Was landete am häufigsten auf meinem Spieletisch? Was machte besonders viel Spaß? Und welche alten Schätzchen wurden endlich mal wieder ausgepackt?


DER HEIDELBÄR: Dieser Bär hat auch ein Euter.




AGRICOLA - DIE MOORBAUERN: Meine Mitspieler finden es fast schon zu komplex. Aber für solche Fälle gibt es ja zum Glück das Solo-Spiel...



DOMINION - SEASIDE: Ja... doch... So langsam finde ich Gefallen dran...




EGIZIA: Kaum sind die (gefühlt) drölfundneunzig Spielregel-Zweifelsfälle geklärt, erweist es sich als eine der besten Essen-Neuheiten.



PANDEMIE - AUF MESSERS SCHNEIDE: Die lang ersehnte Gelber-Pöppel-Erweiterung! Nur was den Rest angeht, ist die Schachtel vielleicht etwas überdimensioniert.


IDENTIK: Leider kann ich hier keine meiner "Zeichnungen" veröffentlichen, da sie in einem unbeobachteten Moment allesamt in kleinste Schnipsel zerrissen und tief, tief im Abfall vergraben wurden. - Allerdings könnte ich Zeichnungen meiner Mitspieler veröffentlichen... (Die Kontoverbindung von REZENSIONEN FÜR MILLIONEN geht euch separat zu.)


Dienstag, 29. Dezember 2009

Funkenschlag - Fabrikmanager

Reißerisches Wort mit F...?! Reißerisches Wort mit F...?! - Fuck, mir fällt einfach keins ein! Dabei muss man doch bei 2F-Spielen, wenn man als Rezensent nicht föllig fon forgestern sein will, unbedingt mit F-Wörtern kalauern...!

Wie geht FABRIKMANAGER? Das Ziel ist eine optimale Balance zwischen Produktion und Lagerkapazität in der eigenen Fabrik und daraus folgend der größte Gewinn. Niedrig zu halten ist wegen stets steigender Preise der Energieverbrauch.
Zentrales Spielelement ist aber der gemeinsame Markt. Ähnlich FUNKENSCHLAG kommen teure und effiziente Ausbauten (Maschinen, Roboter, Datenverarbeitung) erst später in den Verkauf. Alle Spieler wählen in jeder Runde Fabrikplättchen aus und legen sie in den Markt. Um an die besseren Stücke zu kommen, wühlt man sich zunächst durch einigen Schrott. Der letzte Manager hat den Zugriff auf die wertvollsten Ausbauten, jedoch kauft er dann auch als Letzter. Teile, die niemand erwirbt, gehen zurück in den Pool und nerven so auch in den Folgerunden.

Was passiert? Eine Partie FABRIKMANAGER geht über nur fünf Runden und fühlt sich deshalb tendenziell kurz an. Das Wörtchen „tendenziell“ ist in diesem Fall jedoch eine wichtige Einschränkung, denn durch die geringe Rundenzahl stehen jedem Spieler nur fünf Marktbefüllungs- und fünf Kaufphasen zur Verfügung, und diese geraten dann umso umfangreicher. Jeder Fabrikmanager verbringt längere Zeitspannen damit, anderen Fabrikmanagern beim Hin- und Herrechnen zuzuschauen.

Was taugt es? Obwohl das Spiel deutlich mathematischer daherkommt als etwa eins von Knizia, ist das System selbst interessant. Alle Partien haben eine nahezu identische Ausgangssituation und abgesehen vom Energiepreis gibt es keine Zufälligkeiten. Trotzdem entwickeln sich überraschend variable Spielverläufe. Und darin liegt der Reiz.
FABRIKMANAGER bietet nicht nur die Möglichkeit, die Prioritäten von Partie zu Partie anders zu setzen. Überdies zwingen auch die unterschiedlichen Energiepreise und die wechselnden Angebote im Markt zu taktisch flexiblen Spielweisen. Das ist interessant und FABRIKMANAGER bewegt durchaus das Hirn. - Aber nicht das Herz.

FUNKENSCHLAG - FABRIKMANAGER von Friedemann Friese für zwei bis fünf Spieler, 2F-Spiele.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Jahresstatistik 2009 - Teil 2

Es gibt so viele Blogs – da kann man als Blogger nicht unbedingt davon ausgehen, dass jemand den eigenen Kram tatsächlich liest. REZENSIONEN FÜR MILLIONEN jedoch befindet sich in der überaus glücklichen Lage, sagen zu können: Jawoll, manche haben den Kram gelesen!

Die gründlichsten Leser kamen übrigens aus:
1. Oberhausen
2. Lüneburg
3. Rüsselsheim
4. Zwickau
5. Kaiserslautern

Gemessen wurde hier die längste durchschnittliche Aufenthaltsdauer. Ob das tatsächlich ein geeigneter Gradmesser für gründliches Lesen ist, sei dahingestellt. Auf Länderebene ergibt sich nämlich folgendes Bild:

Die gründlichsten Leser:
1. Griechenland
2. Slowakei
3. Indien
4. Schweden
5. Spanien
(...)
13. Deutschland

Neue Leser (absolut) konnte REZENSIONEN FÜR MILLIONEN hier gewinnen:
1. Hannover
2. München
3. Berlin
4. Stuttgart
5. Hamburg

Kein Wunder - das sind ja auch die größten Metropolen. Vor allem Hannover. Deshalb dieselbe Abfrage bezogen auf den Vorjahreswert:

Neue Leser (relativ):
1. Schwerin
2. Norderstedt
3. Rostock
4. Bielefeld
5. Saarbrücken


Was wollen die Leser lesen? Keine Ahnung, mir doch egal. Aber mit folgenden Spielen traf REZENSIONEN FÜR MILLIONEN offenbar am besten den Nerv:

Beliebteste Zielseiten (absolut):
1. Planet Steam
2. Pandemie
3. Im Schutze der Burg
4. Im Wandel der Zeiten
5. Race for the Galaxy

Spiele, die erst spät im Jahr auf REZENSIONEN FÜR MILLIONEN besprochen wurden, sind in der Jahresbilanz zweifellos benachteiligt. Deshalb das Ganze noch einmal neu, berechnet nach einer geheimnisvollen Geheimformel:

Beliebteste Zielseiten (relativ):
1. Planet Steam
2. Pandemie
3. Magister Navis
4. Im Schutze der Burg
5. Small World

Immer wieder schickt Google Menschen zu REZENSIONEN FÜR MILLIONEN, obwohl das gesuchte Spiel hier gar nicht rezensiert, sondern bloß anderweitig erwähnt wird. Das mag bedauerlich sein, aber so ist Internet.

Gesucht und nicht gefunden:
1. Le Havre
2. Agricola
3. Dominion
4. Finca
5. Gift Trap

Sicherlich hätte es eine gewisse Folgerichtigkeit, zumindest sämtliche unter „Gern gespielt“ auftauchende Spiele zu rezensieren. Und das Tolle ist: Im Großen und Ganzen mache ich das sogar. Nur manche dieser Spiele rezensiere ich in der Spielbox. Und was ich in der Spielbox rezensiere, rezensiere ich nicht hier. Das mag bedauerlich sein, aber so ist REZENSIONEN FÜR MILLIONEN.


Falls es jemand verpasst haben sollte (gewiss niemand aus Oberhausen oder Griechenland): Jahresstatistik Teil 1.

Samstag, 26. Dezember 2009

Jahresstatistik 2009 - Teil 1

Boardgamegeek veröffentlicht jedes Jahr im Dezember imponierende Nutzerzahlen.

Ich sage: Man muss Vorbilder haben! Und unnötige Bescheidenheit bei der Wahl seiner Vorbilder bringt einen auch nicht voran.
Deshalb sehe ich es Boardgamegeek nach, dass es einen der beiden ureigensten Kernaspekte von REZENSIONEN FÜR MILLIONEN ohne vorherige Nachfrage einfach für sich adaptiert hat: die Millionen.

Dieses gönnerhafte Auftreten kann ich mir auch deshalb erlauben, weil die Nutzerzahlen von REZENSIONEN FÜR MILLIONEN im direkten Vergleich ohnehin viel toller ausfallen.



BGG vermeldet für 2009 31.543.649 Besuche (+33,74%).
Ja, nicht ganz schlecht. REZENSIONEN FÜR MILLIONEN schaffte allerdings +205,68%!

BGG hatte 11.008.431 absolut eindeutige Besucher (+26,65%).
Durchaus beachtlich. Weitaus beachtlicher aber REZENSIONEN FÜR MILLIONEN mit +148,11%.

Und schließlich die Seitenzugriffe. Auf BGG waren es immerhin 291.106.036 (+28,25%).
REZENSIONEN FÜR MILLIONEN übertrumpft jedoch abermals deutlich: +156,45%.

Besonders schlaue Leser könnten nun einwenden, der Vergleich sei aus verschiedenen Gründen nicht ganz fair - und das stimmt natürlich. Ungleichgewichtig wird die Auswertung nicht zuletzt deshalb, weil meine eigenen Zugriffe bei REZENSIONEN FÜR MILLIONEN sauber aus der Statistik herausgefiltert werden, bei BGG jedoch gnadenlos mitzählen!

Aber da wollen wir mal nicht so sein.


Es folgt: Jahresstatistik Teil 2.

Montag, 21. Dezember 2009

Memoir ´44 - Mediterranean Theater

Weihnachten ist das Fest der Liebe und der unnützen Geschenke. Genau der richtige Zeitpunkt also für eine Rezension, die keiner braucht.
Alle MEMOIR-Sammler brauchen die Rezension nicht, weil sie die Box ja längst besitzen. Und alle MEMOIR-Verächter brauchen die Rezension auch nicht, weil sie die Box ja gar nicht besitzen wollen.
Fürwahr ein schreckliches Rezensenten-Dilemma! Tun wir deshalb also mal so, als gäbe es den Typus des „kritischen Sammlers“ (hahaha, lach, Schenkel klopf), der die Box nicht besitzt, weil er vor dem Kauf erst noch nachdenkt. An ihn richtet sich diese Rezension. Frohes Fest!

Wie geht MEMOIR ´44 – MEDITERRANEAN THEATER? Die Regeln entsprechen weitgehend dem Grundspiel - logo. Ausnahmen: In der Wüste ist der Armor Overrun nun noch panzerfreundlicher. Zusätzlich gibt es ein paar Bestimmungen für italienische Einheiten, die aber selten zum Einsatz kommen (sowohl die Bestimmungen als auch die Einheiten). Und schließlich haben die Briten ihren kleinen „Stiff Upper Lip“-Vorteil, der zwar ständig gilt, aber auch ständig vergessen wird. Was entweder darauf hindeutet, dass diese Regel ziemlich überflüssig ist oder dass meine Spielpartner und ich nicht mehr die Jüngsten sind.

Was passiert? Es gibt einiges auszuprobieren, nämlich acht Szenarien und die neue Anti-Tank-Gun. Der Einstieg mit dem Gefecht am „Hellfire Pass“ verläuft äußerst viel versprechend, doch die Ernüchterung kommt bald...
Warum? Für mich liegt der Reiz von MEMOIR ´44 im Zusammenspiel der drei unterschiedlichen Figurentypen mit dem wechselnden Gelände. Und sowohl unterschiedliche Figurentypen als auch wechselndes Gelände sind in einigen Szenarien nicht gerade das Hauptmerkmal. Ganz im Gegenteil ist es überwiegend monoton sandig, und es fahren auffallend viele Panzer durch die Gegend. Das mag den historischen Gegebenheiten voll entsprechen - nur ist MEMOIR ´44 anscheinend nicht gerade das geeignetste Spielsystem, um ausgerechnet Panzerschlachten in der Wüste abzubilden.

Was taugt es? Neben den enttäuschenden bietet die Erweiterung auch mehrere sehr interessante Szenarien, so dass in Summe doch wieder einige spannende Spielstunden herausspringen.
Wenn man die Sache realistisch beurteilt, kommt man wahrscheinlich zu dem Schluss, dass es auch ohne diese Erweiterung bereits genügend Szenarien gibt, um tage-, wochen- und monatelang MEMOIR ´44 zu spielen. Aber auf solch eine blöde Idee könnten höchstens kritische Sammler kommen, und die gibt es ja gar nicht.

MEMOIR ´44 – MEDITERRANEAN THEATER von Richard Borg für zwei Spieler, Days of Wonder.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Mitspieler des Monats: Morris

Spielertyp: Informatiker
Zitat: „Siegpunkte werden überschätzt!“
Spielfarbe: schwarz oder weiß
Lieblingsspiel: DOMINION

Was ich überhaupt nicht leiden kann, sind Menschen, die öffentliche Spieletreffen dazu missbrauchen, um dort nette Mitspieler für ihre Privatrunden abzuwerben. Okay, zugegeben: Bei oberflächlicher Betrachtung habe ich genau das mit Morris getan.
Analysiert man den Fall jedoch in der gebotenen Gründlichkeit, erweist sich selbstverständlich alles als völlig sauber und korrekt. Ich habe ein reines Gewissen.

Morris lernte ich bei einem öffentlichen Spieletreffen bei einer Partie YSPAHAN kennen und wusste sofort: Mit dem will ich öfter spielen! Meine Montags-Gruppe brauchte gerade Verstärkung und Morris passte voll ins Such-Schema. Und weil sich dies auf einem von mir veranstalteten öffentlichen Treffen ereignete, war es am Ende ja gar kein Abwerben, sondern höchstens eine Art innerbetriebliche Umstrukturierung. Nicht wahr?

Warum passte Morris so gut? Erstens: Er spielt schnell. Ein RACE FOR THE GALAXY beispielsweise wird montags als Absacker praktiziert, und wenn wir für irgendein Spiel tatsächlich mal so lange brauchen wie auf der Packung angegeben, sind wir total enttäuscht. Zweitens: Es ist wunderbar einfach, Morris Spiele zu erklären. Das fiel schon gleich bei YSPAHAN auf. Weil Morris sofort das System erfasste, konnten ihn die vielen Kleinigkeiten nicht weiter irritieren. Morris stellt genau an der richtigen Stelle die richtigen Fragen. Oder er fragt gar nicht, sondern murmelt nur etwas in seinem Informatikerdeutsch wie: „Ah, abwärtskompatibel...!“

Als Informatiker besitzt Morris einen eingebauten Spieltrieb und bringt dadurch eine sehr angenehme Mentalität mit: Probieren geht über Studieren! Erst mal einfach was machen. Zum Gewinnen-Wollen ist dann die Revanche-Partie da. Oder die Revanche-Partie der Revanche-Partie.
Wo andere beleidigt „Doofes Spiel!“ schimpfen, kann Morris der Sache komische Seiten abgewinnen. Als bei FILTHY RICH einmal sämtliche vier Würfel ganz knapp seine Geschäfte verfehlten, kommentierte er fröhlich: „Im Mittel ist das ein Treffer!“
Wer gelegentliches Pech derart auf die leichte Schulter nimmt, muss wohl von Haus aus ein Glückskind sein...? Wir erfuhren ganz beiläufig davon, als FUNKENSCHLAG vorgeschlagen wurde, eigentlich eins von Morris´ Lieblingsspielen, er aber sagte: „Lieber was anderes. Das habe ich schon das ganze Wochenende gespielt, als ich meine Eltern besuchen war...“

!!! - ??? - !!!

Wie, bitte, lautet der Code, um meine Eltern auf ähnliche Weise zu programmieren?


Mehr Mitspieler kennen lernen?

  • Vor zu Thomas, Mitspieler des Monats Januar 2010

Sonntag, 13. Dezember 2009

Magister Navis

Schnick. Schnuck.
Runde eins von sieben ist vorbei.
Schnick. Schnuck. Schnack.
Runde zwei von sieben ist vorbei.
?! ?!
Hallo?! Wozu dient das ganze Spielmaterial, wozu der mühsame Aufbau? Machen wir was verkehrt?
Nein, nein. Ruhig durchatmen und weiterspielen. Wird schon.

Wie geht MAGISTER NAVIS? Wir kolonisieren die Welt. Ganz zart und vorsichtig beginnen wir damit in Europa, kurze Zeit später erfreuen sich auch die anderen Kontinente unserer Segnungen. Und wir uns ihrer Ressourcen.
Punkte gibt es für das Verstreuen eigener Pöppel auf dem Spielplan, was sich „Besiedlung“ nennt, sowie für Fortschritte in den vier Skalen des persönlichen Spielertableaus. Die vier Skalen symbolisieren darüber hinaus bestimmte Fähigkeiten:
Pro Runde kriegt jeder Spieler ein Gebäude dazu, und je weiter sein Marker in Zeile eins vorangeschritten ist, desto bessere Häuser stehen zur Auswahl. Um die Gebäude anschließend für Aktionen zu nutzen, benötigt man viele Pöppel, was wiederum die Anzeiger in den Reihen zwei und drei regeln. Die Marker gehören also nach vorne gepeitscht, und dazu gibt es zwei langsame (Entdecken und Besiedeln) und eine schnelle Methode (Ausbeuten). Um möglichst effizient ausbeuten zu können, empfiehlt sich der Ausbau von Tableau-Skala vier.

Was passiert? Recht schnell bemerkt man, dass alles hübsch zusammenhängt. Beim Ausbeuten kommt nicht weit, wer im entsprechenden Kontinent zuvor das Entdecken und Besiedeln vernachlässigt hat. Und viele Pöppel zu haben nützt herzlich wenig, solange man sie nicht mit genügend Gebäudeaktionen beschäftigen kann.
Es hakt also immer an irgendeiner Ecke. MAGISTER NAVIS lädt dazu ein, die Prioritäten in jeder Partie anders zu setzen, und zu erforschen, wie sich dies auswirkt. Meistens lautet die interessante Erkenntnis: Aha, jetzt hakt es woanders.

Was taugt es? MAGISTER NAVIS ist eine klare Komposition ohne unnötigen Ballast. In einer entschlussfreudigen Runde kann man es angenehm schnell durchspielen. Das Spiel hat keine Glücksfaktoren, alle Informationen liegen offen, die Spielausgänge können extrem knapp sein.
Die zufällige Chip-Auslage ist zwar beim Aufbau etwas nervig, tut dem Spiel aber trotzdem gut. Welche Belohnung man beim Entdecken / Siedeln erhält, ist jedes Mal anders. Eine Analyse des Spielplans lohnt sich.
Zum Problem allerdings kann die Gebäude-Aktion „Angriff“ werden. Das flotte Spiel verzögert sich enorm, wenn jemand zunächst mal alle Siegpunkte aller Spieler genau durchzählt, um zu ermitteln, wen er optimalerweise wo vom Brett schubst, damit der die Punktesumme x verliert, während man selber y Punkte hinzugewinnt. Noch unbefriedigender aber wird es, wenn der Angreifer nur noch auf den hinteren Rängen einen Platz gut machen kann, seine Aktion jedoch zum Königsmacher wird.
MAGISTER NAVIS endet nicht immer so. Doch wenn, fühlt es sich an wie eines dieser bis kurz vor Schluss sehr faszinierenden Bücher, nach deren letzten zehn Seiten man sich fragt: Und dafür habe ich das jetzt gelesen?

MAGISTER NAVIS von Carl de Visser und Jarratt Gray für drei bis fünf Spieler, Lookout Games.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Editionen für Millionen: Loyang 002

Weihnachten.
Zeit der Liebe.
Zeit, um danke zu sagen.
Zeit, an die Mitmenschen zu denken.

REZENSIONEN FÜR MILLIONEN will nicht wegschauen, wenn andere verzweifelt sind.
Die Abgebrannten.
Die Glücklosen.
Die Verlierer da draußen vor den Toren Loyangs.

Freunde, seht: Es besteht Hoffnung!

REZENSIONEN FÜR MILLIONEN (mit freundlicher Genehmigung von H@llGames und von Karsten) hat noch was für euch:






Dicke Kartoffeln!



Neulich: Editionen für Millionen: Vor den Toren von Loyang 001


Restposten: Editionen für Millionen: Agricola 001 und Agricola 002

Montag, 7. Dezember 2009

Editionen für Millionen: Loyang 001

Weihnachten.
Zeit der Liebe.
Zeit, um danke zu sagen.
Zeit, an die Mitmenschen zu denken.

REZENSIONEN FÜR MILLIONEN will nicht wegschauen, wenn andere verzweifelt sind.
Die Abgebrannten.
Die Glücklosen.
Die Verlierer da draußen vor den Toren Loyangs.

Freunde, seht: Es besteht Hoffnung!

REZENSIONEN FÜR MILLIONEN (mit freundlicher Genehmigung von H@llGames und von Karsten) hat was für euch:







Prost!



Doch damit nicht genug... Editionen für Millionen: Loyang 002


Restposten: Editionen für Millionen: Agricola 001 und Agricola 002

Samstag, 5. Dezember 2009

Partytime

Party!!!
Tja, zu diesem Stichwort muss ich jetzt erst mal ein bisschen rumjammern... Es ist nämlich so, dass man in meinem Alter überhaupt nicht mehr zu Partys eingeladen wird!!! Beziehungsweise entpuppt sich in 99 Prozent aller Fälle das, was vom Gastgeber vollmundig als „Party“ angekündigt war, tatsächlich als:
- Grillen im Garten!!!
oder
- Rumsitzen auf der Terrasse!!!
oder
- Kaffeekränzchen mit Kindergeschrei!!!

“Party“ allerdings ist ja nun mal was ganz anderes: Bis zum frühen Morgen und ohne Ansatz eines sinnvollen Gespräches steht man mit 100 Leuten in irgendeinem stickigen WG-Flur, wo Platz für bestenfalls 30 wäre. Das Bier ist schon vor Mitternacht alle, das Klo ständig besetzt, und mindestens dreimal kommt die Polizei.
So muss das sein! An ein Spiel, das mir PARTYTIME verspricht, gehe ich folglich mit erhöhten Erwartungen!!!

Wie geht PARTYTIME? PARTYTIME ist ein Spiel für die Yvio-Konsole und nutzt eine Konsolenfunktion, die in den Yvio-Familienspielen bislang noch gar nicht zum Tragen kam: Die Konsole misst, wer als Schnellster eine geforderte Reaktion zeigt. Dazu enthält das Spiel dicke Pappkarten mit eingebauter Elektronik. Diese lassen sich für drei Spiele nutzen:
Das erste, „Quiz it“, erinnert pro Spielgruppe mindestens einen Teilnehmer sofort an das Computerspiel “You don´t know Jack?“, welches offenbar als Vorbild diente. Das Quiz mixt hohes Tempo, mehr oder weniger unorthodoxe Fragen und mehr oder weniger witzige Moderation. Weniger witzig ist diese vor allem dann, wenn sie sich schon innerhalb eines einziges Spieles wiederholt. Gähn.
“Doshi Doshi“ ist ein Reaktionsspiel, bei dem passende Farben und Formen abgelegt werden müssen. Und “Tortenschlacht“ teilt die Spieler in Teams ein. Jeder spielt nach Wahl eine böse oder gute Karte gegen einen anderen Mitspieler, was letztendlich aber völlig egal ist, weil Umlenk-Karten sowieso alle Pläne durcheinander wirbeln. Die Konsole übernimmt die Auswertung, und das muss sie auch, denn niemanden sonst interessiert das Ergebnis.

Was passiert? Das Bier wird und wird nicht alle und die Polizei kommt gar nicht!!!

Was taugt es? Naturfröhliche Menschen können an PARTYTIME durchaus Spaß haben. Es ist nicht schlechter oder verwerflicher als andere überflüssige Spiele auch. Das lang ersehnte Argument, warum wir die Konsole kaufen sollen, liefert allerdings auch dieses Spiel nicht.
Das Besondere an PARTYTIME ist einzig die leichte Konsumierbarkeit: „Schalt mich an, dann unterhalte ich dich!“ - Für mich bestünde die Kunst eines lustigen Spiels hingegen darin, dass es den Spielern Anlässe schafft, um selber unterhaltsam zu sein. Die Spieler sollten die Hauptrolle haben, nicht das Spiel.

PARTYTIME von Michael Palm und Lukas Zach für zwei bis acht Spieler, Public Solution.