Donnerstag, 8. Dezember 2011

Rückblick 2011: Klickzahlen-Top 10

Jahresrückblicke interessieren nur sentimentale alte Knochen. Aber ich bin ein sentimentaler alter Knochen, und das hat mich bewogen, einen Blick in die Statistik zu werfen, welche Blog-Einträge mich auf meinem unaufhaltsamen Weg zur Million am meisten vorangebracht haben.
Und hier sind sie, die zehn Artikel mit den höchsten Klickzahlen 2011:

1. Die Burgen von Burgund
Hier vereinigen sich zwei positive Faktoren: 1. Das Spiel ist (jedenfalls wenn man mich fragt) das beste des Jahrgangs. Und weil grad sonst niemand zum Fragen da ist, gilt dies hiermit als einstimmig beschlossen. 2. Ich war mit meiner Rezension ausnahmsweise mal schnell. Und schnell zu sein, ist im Internet schlau.



2. Eine Million Interviews (1): Stefan Feld
Zunächst sah es so aus, als würde dieser Beitrag relativ unbemerkt versickern, und so hätte die weite Welt nie erfahren, ob es „Bubu“ oder „Burbur“ heißt und in welchem Look der modebewusste Spieler 2011 beim Spieleabend erscheint. Rund einen Monat nach Veröffentlichung des Interviews und mitten im Sommerloch setzte jedoch ein netter Mensch einen Link im Spielbox-Forum, ein paar andere hängten belustigte Kommentare dahinter – und der Leserzähler explodierte. Danke schön!


3. 7 Wonders
7 WONDERS ist ein Dauerbrenner. Nicht nur in meinen Spielerunden, wo es immer noch seinen gigantischen Vorteil ausspielt, dass es problemlos zu sechst oder zu siebt geht, nicht lange dauert und trotzdem kein Partyspiel ist. Auch in meinem Blog beweist 7 WONDERS Dauerbrenner-Qualitäten. Luding und Google spülen Woche für Woche eine konstante Leserbasis an. Schon längst hatte ich die LEADERS-Erweiterung rezensieren wollen, um auch als Blogger die Erweiterungs-Kuh mitzumelken, aber bislang habe ich das natürlich verpennt.


4. Pantheon
PANTHEON gehört gewiss zu den umstrittensten Spielen dieses Jahres. Mein Daumen ging nach oben. Doch die bemerkenswert vielen Klicks kommen vermutlich nicht dadurch zustande, dass die Leute meinen Daumen sehen wollen. Auch bei PANTHEON war es schlichtweg so, dass ich meine Rezension vergleichsweise schnell veröffentlichte. Und schnell ist im Internet bekanntlich schlau.



5. Lancaster
Die LANCASTER-Rezension habe ich erst im August 2011 geschrieben, also alles andere als schnell... und, okay, so langsam wissen wir’s: Alles anderes als schnell ist im Internet alles andere als schlau. Normalerweise. Doch zu LANCASTER gibt es kaum Online-Rezensionen, und so ist in diesem Fall langsam doch immerhin noch besser als gar nichts. Irgendjemand hat die Rezension auch auf Boardgamegeek verlinkt, und anders als sonst kamen über diese Quelle tatsächlich mal nennenswert Besucher. Die Verzweiflung scheint groß zu sein.


6. Editionen für Millionen: Die verbotene Insel
Genau derselbe Ablauf wie beim Interview mit Stefan Feld: Zunächst – nichts! Dann, mehr als einen Monat später, verlinkte jemand den Artikel im Spielbox-Forum und – wooom! Da ich selber nicht der Urheber der Editionen für Millionen bin, kann ich nahezu unparteiisch sagen: Der Beitrag hätte sogar noch viel mehr Klicks verdient gehabt! Und allen, die sich freuen, von 7 WONDERS die CATAN-Mini-Erweiterung zu besitzen, rufe ich zu: „Ätsch, ich hab von 7 WONDERS schon viel länger die AGRICOLA-Mini-Erweiterung!“


7. Die verbotene Insel
Das einzige Spiel innerhalb dieser Top 10, das nicht in den Bereich „Kennerspiel“ gehört. Warum wurde ausgerechnet dieses so oft angeklickt? Hm, schwer zu deuten. Möglicherweise habe ich mit meinem schaurigen Teaser unheimlich viel Spannung erzeugt. Leichter zu deuten ist hingegen, warum die Kennerspiele so sehr überwiegen: Luding ist nach wie vor eine ganz wichtige Besucherquelle. Und die Nutzer von Luding sind offenbar an genau dieser Art Spiel besonders interessiert...



8. Strasbourg
...womit auch die Platzierung von STRASBOURG bereits fertig erklärt wäre. Platz 10 beim Deutschen Spielepreis entspricht ungefähr Platz 8 in meinem Klick-Ranking. Passt. Aber bislang ist das Blabla zu STRASBOURG viel kürzer als bei den anderen Spielen, und damit kein Gefühl von Benachteiligung entsteht, schreibe ich noch diesen vollkommen überflüssigen Satz, und schon ist das Blabla nicht mehr ganz so kurz.



9. Im Wandel der Zeiten
Das hingegen passt nun gar nicht. Eine Uralt-Rezension aus dem Jahr 2009 wird immer noch so oft angeschaut? Es wundert mich selbst jede Woche wieder. Ungewöhnlicherweise kommen die meisten Besucher hier über Google. Beim Suchbegriff „Im Wandel der Zeiten“ ist REZENSIONEN FÜR MILLIONEN sehr hoch gerankt. Und die zweitmeisten Zugriffe kamen aus einem Pokerforum. Dort wurde über Strategiespiele diskutiert und irgendjemand empfahl IM WANDEL DER ZEITEN (guter Tipp) und meine Rezension dazu (noch besserer Tipp).


10. Troyes
Platz 3 beim Deutschen Spielepreis – aber nur die zehntmeisten Klicks bei REZENSIONEN FÜR MILLIONEN? Passt gar nicht. Aber wie wir wissen, ist schnell im Internet schlau, und der hiesige Blog-Betreiber ist nun mal gar nicht schlau und meint, er könne den Messerenner vom Oktober 2010 durchaus erst im Juli 2011 besprechen. Nennen wir es „menschliches Versagen“. Mit ein bisschen mehr Raffinesse wäre die Million sicher längst voll. Unter den gegebenen Umständen dürfte sich die Sache allerdings weiter hinziehen.

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