Donnerstag, 31. Juli 2008

Gern gespielt im Juli 2008

Was landete am häufigsten auf meinem Spieletisch? Was machte besonders viel Spaß? Und welche alten Schätzchen wurden endlich mal wieder ausgepackt?

RACE FOR THE GALAXY: Noch mal, noch mal, noch mal...!




AGRICOLA: Nein, es geht immer noch nicht ohne. Mittlerweile musste ich mir auch noch die zweite Auflage gönnen. Nur so, weil da die Schriften größer sind. (Wird ja immer propagiert, dass man schon jetzt ans Rentenalter denken soll.)

FAUNA: Wie bitte, die Bonobos wohnen gar nicht auf der Pazifikinsel Bonobo Beach? Argh, meine schönen Setz-Steine!



TITAN: Das ist wie beim Rauchen. Man lebt monatelang enthaltsam und denkt, es fehlt einem nichts. Aber wehe, man fängt wieder an...



BUZZLE: "Gruß", "Sport", "Lanze": Nichts leichter als das, ihr Anfänger! Har, har, har.




MORGENLAND: "Wenn ich dran denke, dass ich dieses Spiel früher unheimlich komplex fand..." (erstaunte Mitspielerin nach einer 40-Minuten-Partie)

Montag, 28. Juli 2008

Stone Age

Dass Udo B. zu schlechte Noten gibt, ist hinlänglich bekannt. Schließlich liest man es mit schöner Regelmäßigkeit im Spielbox-Forum . Neu aber ist nun, dass auch „Rezensionen für Millionen“ diese These übernimmt: Jawohl, ich bekenne, meine 6 Punkte in der Spielbox für STONE AGE waren zu wenig! Inzwischen würde ich 7 geben, mit Tendenz zu 8.

Wie geht STONE AGE? Auch in der Steinzeit will niemand von gestern sein. Ein Bauboom bricht aus, nachdem „Wilde heute“, die Trendzeitschrift für den kultivierten Urmenschen, Wohnhöhlen für out erklärt und Hütten für in.
Eine Hütte besteht aus Holz, Lehm, Stein und Gold in unterschiedlicher Kombination. Die Baustoffe liegen für Selbstabholer an verschiedenen Orten des Spielplans bereit. Wie viel genau man bekommt, ist allerdings ungewiss: Pro investierter Figur würfelt man einen Würfel. Für jeden dritten Würfelpunkt gibt es ein Holz, für jeden vierten einen Lehmziegel usw.
Folglich wäre es wohl gut, viele Figuren zu haben, und dies lässt sich arrangieren: Wer als Erster zwei seiner Leute in ein spezielles Séparée schickt (Foto), besitzt ab sofort einen Pöppel mehr. Allerdings muss jede Figur am Ende der Runde mit Nahrung versorgt werden. Deshalb brechen die Urmenschen hin und wieder zur Jagd auf oder betreiben Ackerbau. Beliebt ist auch der Gang zum Werkzeugmacher. Jener spendiert dem ersten Ankömmling eine Axt, die fortan wie ein Würfelpunkt zählt.
Und schließlich noch locken „Zivilisationskarten“. Sie kosten Baustoffe und bringen jeweils einen Soforteffekt (beispielsweise drei Nahrungs-Chips) und bei Spielende noch Siegpunkte (beispielsweise zwei Punkte pro Axt).

Was passiert? Ackerbau stellt sich schnell als die beliebteste Option heraus. Also stellt der Startspieler sein Männchen nach dort. Ab jetzt wird´s knifflig: Werkzeuge? Vermehrung? Die billigste Karte abgreifen? Gut ist es, erst mal einen Batzen Baustoffe anzusammeln, um flexibel auf alle Entwicklungen reagieren zu können. Denn welche Kombination man für eine Hütte benötigt, ändert sich ständig. Besser, man hat einiges vorrätig, anstatt immer erst loszulaufen, wenn man die Dinge braucht, und dann womöglich beim Würfeln zu versagen.
Das Würfeln, ach ja... Oft haben Mitspieler den Eindruck, dass sie deshalb verlieren, weil sie schlecht würfeln. Und manchmal stimmt das sogar (Foto: So würfeln rote Verlierer: vier Figuren holen jämmerliche zwei Holz). Doch dieses Glückselement macht STONE AGE immerhin auch erheblich emotionaler als vergleichbare Spiele und holt es aus der Grübel-Ecke.

Was
taugt es? „Dauert zu lange“ kommentierte ich meine Wertung in der Spielbox. Und meinte damit nicht nur die messbare Dauer in Minuten, sondern auch das Gefühl, STONE AGE gehe bereits zwei, drei Runden vor Schluss ein wenig die Puste aus. Und das empfinde ich immer noch so.
Trotzdem ist der Wiederspielreiz hoch. Erstens wegen der doch immer wieder entstehenden Spannung: Man hofft auf das Auftauchen bestimmter Zivilisationskarten; man fühlt sich zwischen vielen guten Einsatzmöglichkeiten für die Pöppel hin- und hergerissen.
Zweitens weil STONE AGE verschiedene Strategiewege anbietet, die man alle ausprobieren möchte: Vielleicht mal nur Karten kaufen und die Hütten ignorieren? Oder voll auf Werkzeuge setzen und dazu die entsprechenden Siegpunkt-Karten ergattern? Oder ohne Nachwuchs zu zeugen das Spiel mittels forciertem Hüttenbau rasch beenden...? Die Faszination hält über mehrere Partien an.


STONE AGE von Michael Tummelhofer, für zwei bis vier Spieler, Hans im Glück.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Oregon

Dieser Text entstammt derselben Schaffensperiode wie die Rezension zu REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE. Woran man das erkennt? Daran: Zack! Bumm! Einleitung fertig.


Wie geht OREGON? Freie Fahrt für freie Bürger! Auf nach Oregon, wo Platz für jeden ist. (Außer für Indianer, versteht sich.)
Den Spielplan überzieht ein Koordinatengitter. Man hätte Zahlen von eins bis fünf dranschreiben können, aber Zahlen stören das Western-Flair. Statt einer Eins sehen wir also einen Planwagen, statt einer Zwei einen Büffel usw.
Genau diese Motive finden sich auch auf unseren Handkarten. Davon spielt man in jedem Zug zwei, und sie legen den Quadranten fest, wo jemand eine seiner Figuren einsetzen darf. Figuren bringen den Wert sämtlicher angrenzenden Häuser als Punkte sowie zweitens einen Bonus, falls drei Figuren einer Farbe benachbart stehen.
Um Häuser zu bauen, spielt man statt zwei nur eine Koordinatenkarte (welche dann eine Spalte oder Zeile definiert) plus eine Gebäudekarte (welche den Häusertyp festlegt). Das neue Haus muss auf einem vorgeschriebenen Untergrund stehen und man platziert es möglichst neben eigenen Figuren, denn alle angrenzenden Pöppel erhalten sofort den Wert des Hauses gutgeschrieben.

Was passiert? Jeder analysiert seine vier Handkarten daraufhin, welche Kombination am meisten Punkte bringt. Die spielt man aus, zieht anschließend neue Karten nach und hofft das Beste. Was stark glücksabhängig und überaus langweilig klingt, ist tatsächlich stark glücksabhängig.
Aber nicht langweilig. Dafür sorgen zwei Sonder-Fähigkeiten namens Joker und Doppelzug. Der Joker ersetzt eine fehlende Koordinatenkarte, der Doppelzug ermöglicht einen Doppelzug. Nach einmaligem Gebrauch müssen diese Eigenschaften reaktiviert werden, indem man eine Figur an Kaufhaus bzw. Bahnstation platziert.
Da jeder seine Spezial-Fähigkeiten möglichst oft anwenden möchte, tüftelt man also Züge aus, die Joker oder Doppelzug verbrauchen und gleichzeitig zurückholen. Aber manchmal klappt das nicht, und gleichzeitig locken irgendwo dermaßen viele Punkte, dass man glatt in Versuchung gerät, Joker oder Doppelzug dafür zu opfern... knifflig!


Was taugt es? Obwohl anfangs unübersichtlich und bei Kartenpech gelegentlich frustrierend, macht OREGON dennoch Spaß und verläuft spannend. Wäre es in Nürnberg und nicht in Essen erschienen, hätte es wohl mehr Beachtung gefunden. In Essen musste es sich mit vielen Spielen einer höheren Gewichtsklasse messen und sah zwangsläufig etwas schwächlich aus. Bei den diesjährigen Nürnberg-Neuheiten kann OREGON indes locker mithalten. Wohlgemerkt: bei den besseren Nürnberg-Neuheiten.

OREGON von Ase und Henrik Berg, für zwei bis vier Spieler, Hans im Glück.

Sonntag, 13. Juli 2008

Spielbox macht den Unterschied

Oh, ich erröte! Heißt es nicht immer im Spielbox-Forum, die Leute würden die Spielbox-Startseite nicht lesen? Seit heute sehe ich das definitiv als widerlegt an.
Gestern um 17:17 Uhr vermeldete KMW mein kleines, schnuckeliges Blog, und dies allein spülte in den folgenden 7 Stunden (an einem Sonnabend) 200 neue Besucher auf meine Seite...
Eieiei, jetzt muss ich wohl tatsächlich anfangen, Inhalte zu produzieren, was? War alles nicht so geplant, freut mich aber trotzdem sehr.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Reise zum Mittelpunkt der Erde

Ahhhh, was ich wirklich genieße, ist die Tatsache, dass Blog-Texte kurz sein sollen. Mit anderen Worten: Zack! Bumm! Einleitung fertig.

Wie geht das Spiel? Drei Männer im Boot machen eine Vatertagstour und stemmen die Bierhumpen (siehe Beweisfoto). Natürlich kommen sie anschließend viel zu spät nach Hause und sind ihren Frauen eine Erklärung schuldig.
Die lautet dann so: „In Wirklichkeit sind wir Forscher. Wir stiegen in einen Vulkankrater hinab, überquerten ein unterirdisches Meer und wurden durch den Ausbruch eines zweiten Vulkans wieder an die Erdoberfläche gespült.“ Als Beweis legen die feinen Herren Fossilien vor, die sie unter Tage gefunden haben wollen, höchstwahrscheinlich aber für den Erlös des Flaschenpfandes beim Museums-Shop erstanden haben.
Sei´s drum. Jules Verne hat diese Geschichte sorgsam ausformuliert und wir spielen sie nach. Jeder Spieler darf dabei jede Figur steuern, wozu man Karten der entsprechenden Farbe benötigt. Ziel ist es, eines der Fossilienfelder zu erreichen. Um hier dann Fossilien abzugreifen, muss man Karten einer bestimmten Art spielen, beispielsweise ein Seil und eine Spitzhacke. Diese Karten helfen aber auch unterwegs und ermöglichen, über Schluchten zu klettern oder Felswände zu durchbrechen.

Was passiert? Wer dran ist, zieht Karten nach oder bewegt eine Figur. Je mehr Karten, desto mehr Möglichkeiten. Doch spätestens wenn man am Handkartenlimit angekommen ist, wird man versuchen, eine Kartenkombination zu bilden, um eine der Figuren möglichst billig zum nächsten Fossilienfeld zu lotsen. Wegen der Doppelfunktion der Ausrüstungskarten und zahlreicher Hindernisse auf dem Weg erfordert dies durchaus ein bisschen Tüftelei. Hat man Pech, zieht der Vordermann genau den Forscher, den man auch bewegen wollte, worauf man noch einmal von vorne lostüfteln muss. Hat man Glück, dann hinterlässt der Vordermann eine günstige Vorlage.

Was taugt es? Der Hauptreiz besteht darin, mit dem eigenen Blatt möglichst ökonomisch umzugehen, um nicht ganz so oft Karten nachziehen zu müssen wie die anderen Spieler. Dennoch besitzt das Spiel Atmosphäre. Ganz sicher ist dies den sehr stimmungsvollen Illustrationen (siehe Foto) von Franz Vohwinkel zu verdanken, aber nicht ausschließlich. Da die einzelnen Etappen unterschiedlichen Regeln folgen, hat man als Spieler durchaus das Gefühl, in ein Abenteuer abzutauchen. Als Spiel zum Buch also gar nicht verkehrt. Als Spiel zum Spielen weiß ich Besseres. Nach drei bis vier Kennenlern-Partien möchte ich jetzt was anderes kennen lernen.

REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE von Rüdiger Dorn, für zwei bis vier Spieler, Kosmos.

Freitag, 4. Juli 2008

Luding macht den Unterschied

Juhu, endlich ist mein Blog über Luding verlinkt! Wie sehr diese Tatsache über Sein oder Nicht-Sein entscheidet, erkennt man überaus deutlich an der Besucherentwicklung seit gestern (siehe Bild).

Dienstag, 1. Juli 2008

Berlin 2008

Zugegeben, das Blog heißt "Rezensionen für Millionen" und dies ist gar keine Rezension. Aber man beachte auch den zweiten Namensbestandteil: Millionen!
Millionen Menschen warten auf Hintergrundinformationen zur Pressekonferenz für das "Spiel des Jahres" und das "Kinderspiel des Jahres" in Berlin. Hier sind sie.



Um für den Fall des Titelgewinns den versammelten Journalisten das richtige Info-Material und den passenden Fotohintergrund bieten zu können, fahren die Verlage einiges auf. Der Nebensaal sieht aus wie eine Spiele-Messe im Kleinen.






Die Bilder entstanden vor der Pressekonferenz und sind deshalb noch menschenleer. Hans im Glück hatte an seinem Stand später eine steinzeitlich gewandete Frau im Fellkostüm, Zoch eine orientalische Suleika, alea ein Hexe. Ravensburger ließ gecastete Spielkinder "Wer war´s?" spielen.





Unbedingt beachtenswert sind die drei Sorten Hocker und das Mobiliar bei Ravensburger! Jeweils passend zu den Spielen.








Reiner Knizia, der Doppelsieger, erschien leider gar nicht. Ob´s an den umfachreichen Sperrungen lag?

Freitag, 20. Juni 2008

Galaxy Trucker

Schon nach dem ersten Probeflug, rumpelig und mit nur ein paar popeligen Dollars auf der Habenseite, spürte ich: Yeees! Das ist es! Endlich wieder ein Spiel, das mich richtig packt!


Wie geht GALAXY TRUCKER? Unter Zeitdruck zimmern sich die Spieler jede Runde neu ein Raumschiff zusammen. Damit düsen sie durchs All und laden Ware an Bord, die sie am Ziel wieder verkaufen. Schnelles Fliegen wird belohnt; für unterwegs abgefallene Teile muss Strafe gezahlt werden. In jedem Durchgang werden die Anforderungen größer; das Raumschiff aber auch. Nach drei Mal Bauen und Fliegen ist Schluss.
Bauen geht so: Die Teile liegen als verdeckte Plättchen in der Tischmitte. Man nimmt sie, deckt sie auf, legt sie offen zurück oder ans eigene Schiff. Innerhalb des vorgegebenen Grundrisses will man möglichst viele Laser, Antriebe, Mannschaftsräume und Ladeflächen unterbringen, gerne auch Schilde und Batterien. Jedoch lässt sich nicht jedes Teil an jedes andere Teil montieren; es gibt verschiedene Anschlüsse. Wenn der Erste sein Raumschiff fertig hat, läuft für die anderen Spieler eine Sanduhr als Countdown.
Fliegen geht so: Karten von einem zufällig bestückten Stapel bestimmen, was allen Spielern unterwegs begegnet: Auf Planeten darf man Waren aufladen; böse Sklavenhändler wollen einem die Crew rauben; Meteoriten können das Schiff beschädigen. Hat man nicht solide gebaut, fallen getroffene Teile ab. Mitunter ergeben sich schreckliche Kettenreaktionen. (Foto: Ein Meteorit schlägt in Spalte 8 ein und reißt einen Mannschaftsraum samt Besatzung, einen Laser, etwas Ladung und einen Antrieb mit. Aua!)

Was passiert? In der Bauphase dominiert die blanke Panik. Zwar darf man sich, um Anhaltspunkte für die optimale Konstruktion zu erhalten, einen Großteil der zu durchfliegenden Karten anschauen, allerdings muss man auch noch die passenden Teile in die Finger kriegen. Und es muss schneller gehen als bei der Konkurrenz. Womöglich gibt sich einer früh mit einem zweifelhaften Wrack zufrieden, nur um die anderen, die noch am Grundgerüst ihres Superfliegers werkeln, in Zeitnot zu bringen.
Die Flugphase sorgt für einige Schicksalsschläge: Vielleicht befinden sich unter den nicht eingesehenen Karten ernsthafte Gefahren. Oder die Karten werden in einer völlig unpassenden Reihenfolge aufgedeckt. Oder der Würfel bestimmt, dass der Meteorit an der einzig ungeschützten Stelle des Raumschiffes aufprallt.


Was taugt es? Zugegeben: Nicht jeder liebt GALAXY TRUCKER. Wer mit Legespielen ohnehin schon seine Schwierigkeiten hat, wird von einem Legespiel unter Zeitdruck kaum mehr begeistert sein. Und wer nur wegen dem in Siegpunkten messbaren Ergebnis spielt, kommt auch nicht auf seine Kosten.
Denn hier steht der pure Spaß am Spielen im Vordergrund: Man schraubt nach bestem Wissen und Gewissen sein Schiff zusammen und hofft für den anschließenden Flug das Beste. Falls sich die hoffnungsvolle Konstruktion durch dumme Zufälle schrittweise in Weltraumschrott verwandelt, ist das eine besondere Gaudi. – Erlebnis statt Ergebnis!
Herausfordernd, spannend und witzig – welches andere Spiel kann noch diese Attribute für sich verbuchen? Thementreue einerseits und die originelle Mischung von sehr unterschiedlichen Elementen (Glück, Tempo, Strategie) andererseits verleihen GALAXY TRUCKER seinen einzigartigen Charme.

GALAXY TRUCKER von Vladimír Chvátil, für zwei bis vier Spieler, Czech Games Edition.

Dienstag, 27. Mai 2008

Wer war´s?

Diese Situation kennt quasi jeder: Eine alte Freundin kommt zu Besuch, hurra! Aber - wie blöd ist das denn!? - sie hat ihre Kinder mitgebracht. Die finden Teetrinken und Erwachsenengespräche überhaupt nicht spannend, lechzen nach Aufmerksamkeit und drohen den gesamten Nachmittag zu ruinieren. Wie gut ist es da, die Gören mit einem Kinderspiel in den Nebenraum verfrachten zu können, um stundenlang nichts mehr von ihnen zu hören oder zu sehen.


Wie geht WER WAR´S? Die Kinder müssen den Dieb eines Zauberringes überführen. Der Spielplan zeigt einen Palast mit zehn Räumen, in denen sich die Truhen der Verdächtigen befinden. Schließt man die richtige auf, findet man den Ring. Schließt man die falsche auf, verliert man einen Schlüssel. Also braucht man wohl mehrere davon. Und handfeste Indizien, um ein paar Verdächtige ausschließen, wären auch nicht schlecht.
Jeden Raum bewohnt auch ein Tier. Die Vierbeiner helfen mit Zeugenaussagen, kennen Schlüsselverstecke und Geheimgänge, müssen allerdings mit Futter gesprächig gestimmt werden. Und alle möchten etwas anderes: Das Pferd verlangt einen Apfel, der Hund schreit nach Pilzen, die Ziege will Brot.
Ein Elektronikteil steuert das Geschehen, lässt Stimmen ertönen und sorgt in jeder Partie für Abwechslung: Sowohl die Futterwünsche variieren als auch die Räume, in denen die Speisen zu finden sind. Der Ringdieb wechselt natürlich ebenfalls.

Was passiert? Wer dran ist, würfelt, zieht seine Figur und meldet der Elektronik durch Tastendruck, ob er im erreichten Raum nach Futter sucht, mit dem Tier redet oder die dortige Truhe aufschließt. Neben Würfelglück entscheidet vor allem ein gutes Gedächtnis: Welchen Raum haben wir schon durchsucht? Wen bereits gefüttert? Welches Vieh hat noch Hunger und was wollte es doch gleich zu fressen haben? Jede unnötige Aktion kostet wertvolle Zeit, denn alle Spielzüge lassen die Turmuhr voranschreiten. Die Elektronik zählt unbarmherzig mit. Spätestens um 18 Uhr ist alles vorbei.
Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad funken bei den Ermittlungen ein Geist und ein böser Zauberer dazwischen oder eine Fee gibt wertvolle Tipps. So bleibt selbst nach Überführung des Täters ein Reiz, es ein weiteres Mal und vor allem noch schneller zu schaffen.

Was taugt es? Die meisten Kinder sind von WER WAR´S völlig in den Bann gezogen und fiebern der Auflösung entgegen. Insbesondere trägt der kooperative Gedanke. Man spielt nicht zusammen, weil die Spielregel es so vorschreibt; man fühlt sich tatsächlich als Gruppe: „Nein, geh nicht zum Esel! Da waren wir schon! Frag das Wildschwein...!“
Kinder können sich gut Einzelheiten merken, Erwachsene die Züge besser organisieren. Das ergänzt sich prima, wodurch WER WAR´S trotz kindlicher Aufmachung und kindlicher Tierstimmen auch generationenübergreifend bestens funktioniert.
Also, wenn ich´s mir recht überlege, ist es statt langweiliger Erwachsenengespräche eigentlich viel lustiger, mit den Kindern nebenan WER WAR´S zu spielen...

WER WAR´S? von Reiner Knizia, für zwei bis vier Spieler, Ravensburger.

Freitag, 16. Mai 2008

Deukalion

Aufgemerkt, Hasbro setzt weiter auf Autorenspiele! Und nachdem ORIGO sich schnell als abgestandener Kaffee von vorgestern herausgestellt hatte, verheißt DEUKALION durchaus mehr. So viel, dass ein paar Leute im Spielbox-Forum bereits mächtig nervös wurden: „schaut sehr cool aus“ ... „steht auf meiner Einkaufsliste“ ... „Ist es schon im Handel?“ ... „In welchen Geschäften hast du es denn gesehen?“

Wie geht DEUKALION? Komme ich an den Zug, würfle ich fünf Augenwürfel in einen transparenten Plastikbecher. Der hat fünf Fächer und dort fallen die Würfel hinein (siehe Foto). Die Ausrichtung, in der ich den Becher nun auf den Spielplan stelle, bestimmt meine unterschiedlichen Aktionspunkte, um a) zu segeln, b) Kämpfer aus dem Totenreich zurückzuholen, c) Aktionskarten zu ziehen und d) die Hydra in Richtung gegnerischer Schiffe zu hetzen. Alles dies erledige ich aber erst, nachdem meine Mitspieler gesegelt sind und ggf. unterwegs gekämpft haben. Der fünfte Würfel in der Bechermitte bestimmt ihre Reichweite.
Siegpunkte gibt es für alles Mögliche: Auftragskarte erfüllen, Besatzungsmitglieder abladen und so eine Siedlung gründen, Schätze aus Städten rauben und nach Athen transportieren, die Hydra besiegen. Wenn gekämpft wird, werfen die Beteiligten ihre gesamte Schiffsbesatzung (CARCASSONE-Männchen) auf den Tisch, und je nachdem, auf welcher Seite ein Männchen landet, zählt es entweder einen halben oder ganzen Trefferpunkt oder wandert bis auf Widerruf in die Unterwelt.

Was passiert? Viel! Hinfahren, kämpfen, zurückfahren. Ausladen, wieder losfahren und erneut kämpfen. Man ist beschäftigt, man hat zu tun. Derartige Spiele haben mich als kleiner Junge begeistert. Mittlerweile bin ich allerdings anderer Meinung und von diesem Schema gelangweilt. Man macht zwar viel und kann sicherlich auch taktisch klug oder weniger klug spielen. Aber wo ist der Spannungsbogen? Für meine Auffassung wird bei DEUKALION trotz hohem Aufwand wenig erreicht.
Und die ach so originellen Würfelmechanismen? Nun ja... Der Unterschied, vier Würfel beliebig auf vier Aktionen zu verteilen oder aber von der Gruppierung in einem Becherchen abhängig zu sein, ist spieltechnisch marginal; insbesondere wenn die Würfel sowieso nur von eins bis drei gehen und noch diverse andere Zufallsfaktoren am Werk sind. Und mit Figuren zu würfeln anstatt dafür stinknormale Sechsseiter zu benutzen (eins, zwei = Treffer, drei, vier = halber Treffer, fünf, sechs = tot), ist nicht mehr als ein Gag am Rande, den man sich sogar hart erarbeiten muss, indem man erst sämtliche Figuren mit winzigen Aufkleberchen bestückt.

Was taugt es? Hasbro sei stolz auf dieses Spiel, ließ mich der Verlag in einem Schreiben wissen, das der Zusendung beilag. Gemessen an so manch anderer Spielidee aus demselben Haus kann ich die Sichtweise durchaus nachvollziehen. DEUKALION sieht schön aus, hat ordentliches Material und ist ein Spiel. Was will man da noch mehr?
Ähm, vielleicht ein Spiel auf der Höhe seiner Zeit und nicht eines, das den 80er Jahren entsprungen sein könnte? Ein Spiel mit Pfiff, mit Wiederspielreiz, mit inneren Werten statt äußerlicher Effekte? Dies mal so als unverbindlicher Vorschlag.

DEUKALION von Arno Steinwender und Wilfried Lepuschitz, für zwei bis vier Spieler, Parker.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Panda, Gorilla & Co

Normalerweise würde ich dieses Spiel gar nicht rezensieren. Die Zielgruppe liest hier ja sowieso nicht mit. Aber mein Blog ist jung und ich brauche noch ein Beispiel für die Bewertungskategorie „schlimm“. Spiele zu Fernsehserien sind da immer ganz heiße Anwärter. Denn manchem Verlag scheint eine attraktive Idee nur eine von mehreren möglichen Existenzberechtigungen für ein neues Spiel zu sein. Eine attraktive Lizenz genügt ersatzhalber auch.


Wie geht PANDA, GORILLA & CO? „Hurra, ein neuer Zoo entsteht!“ jubelt die Spielanleitung. „Die Tiere warten schon ungeduldig auf ihr neues Zuhause. Wird der Panda wieder neben dem Elefanten wohnen? (...) Gemeinsam gehen die Planer ans Werk.“
Die Planer: Das sind wir. Wer am Zug ist, nimmt aus einer kleinen Auswahl ein Landschaftsplättchen und legt es passend an: dunkelgrün an dunkelgrün, hellgrün an hellgrün, Weg an Weg. Das erinnert an CARCASSONNE; alles Weitere auch: Auf das gelegte Plättchen darf man einen großen, mittleren oder kleinen Chip legen, allerdings nur sofern diese Chipgröße noch nicht im entsprechenden Gehege vertreten ist. Mit dieser Aktion gibt man quasi eine Wette auf die zukünftige Größe des Gebietes ab. Falls nach Abschluss der Bauarbeiten große Tiere ins Gehege passen, erhält der Besitzer des großen Chips Punkte. Sofern außerdem (oder nur) mittlere und kleine Tiere reinpassen, kommen auch die Besitzer der kleineren Chips zum Zuge.

Was passiert? Wie bei CARCASSONNE versucht man, Gebiete zusammenwachsen zu lassen, um sich mit seinen Chips nachträglich noch bei großen Gehegen einzuklinken. Oder man legt Störteile, die den Abschluss eines Areals hinauszögern. Dass es immer mehrere Teile zur Auswahl gibt, hat seinen Grund. Oft genug passt nämlich nichts. In dem Fall legt man als Platzhalter einen Teich. Oder es passt gerade mal ein Teil. In dem Fall legt man das Teil. Klingt einfach, trotzdem tauchen Regelfragen auf. Zwei Mitspieler gerieten in Streit, wie die Tiere in einem Gehege zu platzieren seien: Je nachdem, wie man die beiden großen Tiere anordnete, hätten entweder noch zwei kleine (so wollte es Rot) oder ein mittleres reingepasst (so wollte es Blau). Was die Regel wollte, teilte sie uns nicht mit.

Was taugt es? PANDA, GORILLA & CO wirkt wie schnell zusammengeschustert. Anscheinend lag noch eine halbgare Spielidee in irgendeiner Verlagsschublade, und die ließ sich mehr schlecht als recht über das Thema stülpen. Es interessiert im Spiel keine Sau, „ob der Panda wieder neben dem Elefanten wohnt“. Hier bilden ja sogar Antilope und Leopard legale Wohngemeinschaften. Und ist ein Elefant eigentlich tatsächlich nicht wesentlich größer als ein Pavian? Sorgfalt und Liebe sieht man der Grafik definitiv nicht an (Foto lässt sich durch Draufklicken vergrößern). Aber Sorgfalt und Liebe hätten vermutlich mehr Geld gekostet.
Verlagsvertreter behaupten gern, mit Lizenzspielen werden Menschen zum Spielen hingeführt. Im Falle gut gemachter Lizenzspiele mag das so sein. In den anderen, den überwiegenden Fällen würde ich behaupten: Die Menschen werden ganz im Gegenteil abgeschreckt! Wer schon immer gemutmaßt hat, Spielen sei doof, wird sich bei einer Partie PANDA, GORILLA & CO vollauf bestätigt sehen.

PANDA, GORILLA & Co von Peter Wichmann, für zwei bis vier Spieler, Schmidt.

Dienstag, 6. Mai 2008

Lascaux

LASCAUX fand ich sofort bescheuert. Das Spiel wurde uns 2007 am Phalanx-Stand auf der Messe in Essen erklärt, und zwar völlig falsch. Es erschien uns von Anfang an seltsam; aber treudoof, wie wir waren, spielten wir trotzdem so. Erst hinterher kamen wir auf die Idee, ein wenig in den Regeln zu stöbern. Und siehe da: Autsch! Schmerz lass nach! Ein ganz anderes Spiel, lediglich mit demselben Material.

Wie geht LASCAUX? Wir sammeln Tiere. Sechs Sorten gibt es, je neun Stück. Nur wer die meisten einer Sorte besitzt, bekommt Punkte dafür. Und zwar so viele, wie er von dieser Sorte Tiere hat. Jede Runde werden Tierkarten aufgedeckt und versteigert. Auf jeder Karte befinden sich Hände in zwei Farben und jeder Spieler legt geheim fest, Karten welcher Handfarbe er in dieser Runde erobern möchte. Der Versteigerungsmechanismus ist denkbar einfach: Entweder man spielt einen Stein in die Mitte oder man nimmt sich den gesamten Pott und steigt aus. Wer als Letzter übrig bleibt, gewinnt und nimmt sich alle Tiere seiner gewählten Farbe. Der Zweite erhält die übrigen Tiere seiner Farbe und so weiter. Das Spiel endet, wenn alle 54 Viecher ihren Besitzer gefunden haben.

Was passiert? Am Anfang schnappt man sich erst mal irgendwas. Hauptsache viel. Weil aber nur der Mehrheitseigner punktet, fängt man bald an, sich auf bestimmte Tiersorten zu konzentrieren. Und wird dadurch ausrechenbarer: Ralph sammelt Mammuts und Nashörner? Also dürfte er eine blaue Hand gespielt haben, denn so bekäme er zwei Mammuts und ein Nashorn (siehe Foto.) Da Ralph viel mehr Steine hat als ich, wird er sich bei der Versteigerung durchsetzen. Blau kann ich also vergessen und somit auch den weiß-blauen Hirsch, der Ralph eigentlich gar nicht interessiert, den er aber trotzdem einsackt. Bleibt mir nur Grün, und ich muss zusehen, dass ich vor Johannes lande, denn sicherlich wählt der auch Grün oder Pink.
Jetzt bieten wir. Tatsächlich bleiben Ralph und ich bis zum Schluss übrig, doch warum sollte ich die Nerven verlieren und schon aussteigen? Ich kann Ralph doch erst mal ein bisschen schröpfen. Für seine vier Karten soll er wenigstens ordentlich bluten, haha! Aber was macht dieser Schuft? Passt einfach! Spekuliert darauf, dass ich bestimmt nicht Blau gewählt habe, hat damit unverschämterweise auch noch Recht und raubt mir meine letzten Kröten!

Was taugt es? LASCAUX kann gnadenlos sein. Bezahlte Steine und erhaltene Tierkarten stehen häufig in einem eklatanten Missverhältnis. Mancher opfert viele Steine, landet trotzdem nur auf Rang zwei, und zu allem Überfluss hat der Erste dieselbe Farbe gewählt und dem Zweiten bleibt nichts. Ein anderer passt früh und gewinnt dabei unverhofft drei Tiere, weil niemand sonst sich getraut hat, die offensichtliche Top-Farbe zu wählen. Wer am Anfang zwei Mal ins Klo greift, holt den Rückstand selten wieder auf. Bei einem flotten, kurzweiligen Versteigerungsspiel ist das aber verschmerzbar. Zum Zocken gehört auch das Verzocken naturgemäß mit dazu.
Der einfache und dennoch trickreiche Versteigerungsmechanismus ist das Prunkstück von LASCAUX: Wie lange ziehen die anderen mit? Wie viele Steine kann ich rausschlagen? Außer bei meiner allerersten Partie hat mich LASCAUX noch nie gelangweilt. Ich würde gerne wieder mitspielen, nicht zuletzt, weil ich mit Ralph noch eine Rechnung zu begleichen habe.

LASCAUX von Dominique Ehrhard und Michel Lalet, für drei bis fünf Spieler, Phalanx.

Sonntag, 4. Mai 2008

Datenschutzerklärung

Einleitung

Mit der folgenden Datenschutzerklärung möchten wir Sie darüber aufklären, welche Arten Ihrer personenbezogenen Daten (nachfolgend auch kurz als "Daten“ bezeichnet) wir zu welchen Zwecken und in welchem Umfang verarbeiten. Die Datenschutzerklärung gilt für alle von uns durchgeführten Verarbeitungen personenbezogener Daten, sowohl im Rahmen der Erbringung unserer Leistungen als auch insbesondere auf unseren Webseiten, in mobilen Applikationen sowie innerhalb externer Onlinepräsenzen, wie z.B. unserer Social-Media-Profile (nachfolgend zusammenfassend bezeichnet als "Onlineangebot“).
Die verwendeten Begriffe sind nicht geschlechtsspezifisch.
    Stand: 16. Juli 2020

    Inhaltsübersicht

    Verantwortlicher

    Udo Bartsch
    Wilhelm-Bluhm-Straße 54
    30451 Hannover
    E-Mail-Adresse: udobartsch@web.de

      Übersicht der Verarbeitungen

      Die nachfolgende Übersicht fasst die Arten der verarbeiteten Daten und die Zwecke ihrer Verarbeitung zusammen und verweist auf die betroffenen Personen.

      Arten der verarbeiteten Daten

      • Bestandsdaten (z.B. Namen, Adressen).
      • Inhaltsdaten (z.B. Texteingaben, Fotografien, Videos).
      • Kontaktdaten (z.B. E-Mail, Telefonnummern).
      • Meta-/Kommunikationsdaten (z.B. Geräte-Informationen, IP-Adressen).
      • Nutzungsdaten (z.B. besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten).

      Kategorien betroffener Personen

      • Kommunikationspartner.
      • Nutzer (z.B. Webseitenbesucher, Nutzer von Onlinediensten).

      Zwecke der Verarbeitung

      • Feedback (z.B. Sammeln von Feedback via Online-Formular).
      • Kontaktanfragen und Kommunikation.
      • Sicherheitsmaßnahmen.
      • Vertragliche Leistungen und Service.
      • Verwaltung und Beantwortung von Anfragen.

      Maßgebliche Rechtsgrundlagen

      Im Folgenden teilen wir die Rechtsgrundlagen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), auf deren Basis wir die personenbezogenen Daten verarbeiten, mit. Bitte beachten Sie, dass zusätzlich zu den Regelungen der DSGVO die nationalen Datenschutzvorgaben in Ihrem bzw. unserem Wohn- und Sitzland gelten können.
      • Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO) - Die betroffene Person hat ihre Einwilligung in die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen spezifischen Zweck oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben.
      • Vertragserfüllung und vorvertragliche Anfragen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b. DSGVO) - Die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen.
      • Schutz lebenswichtiger Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. d. DSGVO) - Die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen.
      • Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f. DSGVO) - Die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen.
      Nationale Datenschutzregelungen in Deutschland: Zusätzlich zu den Datenschutzregelungen der Datenschutz-Grundverordnung gelten nationale Regelungen zum Datenschutz in Deutschland. Hierzu gehört insbesondere das Gesetz zum Schutz vor Missbrauch personenbezogener Daten bei der Datenverarbeitung (Bundesdatenschutzgesetz – BDSG). Das BDSG enthält insbesondere Spezialregelungen zum Recht auf Auskunft, zum Recht auf Löschung, zum Widerspruchsrecht, zur Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten, zur Verarbeitung für andere Zwecke und zur Übermittlung sowie automatisierten Entscheidungsfindung im Einzelfall einschließlich Profiling. Des Weiteren regelt es die Datenverarbeitung für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses (§ 26 BDSG), insbesondere im Hinblick auf die Begründung, Durchführung oder Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen sowie die Einwilligung von Beschäftigten. Ferner können Landesdatenschutzgesetze der einzelnen Bundesländer zur Anwendung gelangen.

        Sicherheitsmaßnahmen

        Wir treffen nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten und des Ausmaßes der Bedrohung der Rechte und Freiheiten natürlicher Personen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.
        Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen und elektronischen Zugangs zu den Daten als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, der Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, die Löschung von Daten und Reaktionen auf die Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes, durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen.
        SSL-Verschlüsselung (https): Um Ihre via unser Online-Angebot übermittelten Daten zu schützen, nutzen wir eine SSL-Verschlüsselung. Sie erkennen derart verschlüsselte Verbindungen an dem Präfix https:// in der Adresszeile Ihres Browsers.

        Datenverarbeitung in Drittländern


        Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h., außerhalb der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder die Verarbeitung im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder der Offenlegung bzw. Übermittlung von Daten an andere Personen, Stellen oder Unternehmen stattfindet, erfolgt dies nur im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben.
        Vorbehaltlich ausdrücklicher Einwilligung oder vertraglich oder gesetzlich erforderlicher Übermittlung verarbeiten oder lassen wir die Daten nur in Drittländern mit einem anerkannten Datenschutzniveau, vertraglichen Verpflichtung durch sogenannte Standardschutzklauseln der EU-Kommission, beim Vorliegen von Zertifizierungen oder verbindlicher internen Datenschutzvorschriften verarbeiten (Art. 44 bis 49 DSGVO, Informationsseite der EU-Kommission: https://ec.europa.eu/info/law/law-topic/data-protection/international-dimension-data-protection_de ).

        Einsatz von Cookies

        Als "Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Geräten der Nutzer gespeichert werden. Mittels Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Zu den Angaben können z.B. die Spracheinstellungen auf einer Webseite, der Loginstatus, ein Warenkorb oder die Stelle, an der ein Video geschaut wurde, gehören.
        Cookies werden im Regelfall auch dann eingesetzt, wenn die Interessen eines Nutzers oder sein Verhalten (z.B. Betrachten bestimmter Inhalte, Nutzen von Funktionen etc.) auf einzelnen Webseiten in einem Nutzerprofil gespeichert werden. Solche Profile dienen dazu, den Nutzern z.B. Inhalte anzuzeigen, die ihren potentiellen Interessen entsprechen. Dieses Verfahren wird auch als "Tracking", d.h., Nachverfolgung der potentiellen Interessen der Nutzer bezeichnet. Zu dem Begriff der Cookies zählen wir ferner andere Technologien, die die gleichen Funktionen wie Cookies erfüllen (z.B., wenn Angaben der Nutzer anhand pseudonymer Onlinekennzeichnungen gespeichert werden, auch als "Nutzer-IDs" bezeichnet).
        Soweit wir Cookies oder "Tracking"-Technologien einsetzen, informieren wir Sie gesondert in unserer Datenschutzerklärung.
        Hinweise zu Rechtsgrundlagen: Auf welcher Rechtsgrundlage wir Ihre personenbezogenen Daten mit Hilfe von Cookies verarbeiten, hängt davon ab, ob wir Sie um eine Einwilligung bitten. Falls dies zutrifft und Sie in die Nutzung von Cookies einwilligen, ist die Rechtsgrundlage der Verarbeitung Ihrer Daten die erklärte Einwilligung. Andernfalls werden die mithilfe von Cookies verarbeiteten Daten auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. an einem betriebswirtschaftlichen Betrieb unseres Onlineangebotes und dessen Verbesserung) verarbeitet oder, wenn der Einsatz von Cookies erforderlich ist, um unsere vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen.
        Allgemeine Hinweise zum Widerruf und Widerspruch (Opt-Out): Unabhängig davon, ob die Verarbeitung auf Grundlage einer Einwilligung oder gesetzlichen Erlaubnis erfolgt, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, eine erteilte Einwilligung zu widerrufen oder der Verarbeitung Ihrer Daten durch Cookie-Technologien zu widersprechen (zusammenfassend als "Opt-Out" bezeichnet).
        Sie können Ihren Widerspruch zunächst mittels der Einstellungen Ihres Browsers erklären, z.B., indem Sie die Nutzung von Cookies deaktivieren (wobei hierdurch auch die Funktionsfähigkeit unseres Onlineangebotes eingeschränkt werden kann).
        Ein Widerspruch gegen den Einsatz von Cookies zu Zwecken des Onlinemarketings kann auch mittels einer Vielzahl von Diensten, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/ oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/ oder generell auf http://optout.aboutads.info erklärt werden.
        Verarbeitung von Cookie-Daten auf Grundlage einer Einwilligung: Bevor wir Daten im Rahmen der Nutzung von Cookies verarbeiten oder verarbeiten lassen, bitten wir die Nutzer um eine jederzeit widerrufbare Einwilligung. Bevor die Einwilligung nicht ausgesprochen wurde, werden allenfalls Cookies eingesetzt, die für den Betrieb unseres Onlineangebotes erforderlich sind. Deren Einsatz erfolgt auf der Grundlage unseres Interesses und des Interesses der Nutzer an der erwarteten Funktionsfähigkeit unseres Onlineangebotes.
        • Verarbeitete Datenarten: Nutzungsdaten (z.B. besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten), Meta-/Kommunikationsdaten (z.B. Geräte-Informationen, IP-Adressen).
        • Betroffene Personen: Nutzer (z.B. Webseitenbesucher, Nutzer von Onlinediensten).
        • Rechtsgrundlagen: Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO), Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f. DSGVO).

        VG Wort / Skalierbares Zentrales Messverfahren

        Wir nutzen das „Skalierbare Zentrale Messverfahren“ (SZM) der INFOnline GmbH (INFOnline GmbH, Brühler Str. 9, D-53119 Bonn. ) für die Ermittlung statistischer Kennwerte zur Ermittlung der Kopierwahrscheinlichkeit von Texten. Dabei werden anonyme Messwerte erhoben. Die Zugriffszahlenmessung verwendet zur Wiedererkennung von Computersystemen alternativ ein Session-Cookie oder eine Signatur, die aus verschiedenen automatisch übertragenen Informationen Ihres Browsers erstellt wird. IP-Adressen werden nur in anonymisierter Form verarbeitet. Das Verfahren wurde unter der Beachtung des Datenschutzes entwickelt. Einziges Ziel des Verfahrens ist es, die Kopierwahrscheinlichkeit einzelner Texte zu ermitteln. Zu keinem Zeitpunkt werden einzelne Nutzer identifiziert. Ihre Identität bleibt immer geschützt. Sie erhalten über das System keine Werbung.

        Viele unserer Seiten sind mit JavaScript-Aufrufen versehen, über die wir die Zugriffe an die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) melden. Wir ermöglichen damit, dass unsere Autoren an den Ausschüttungen der VG Wort partizipieren, die die gesetzliche Vergütung für die Nutzungen urheberrechtlich geschützter Werke gem. § 53 UrhG sicherstellen.

        Es werden hierbei Nutzungsdaten und Metadaten der Nutzer verarbeitet, wobei die IP-Adressen gekürzt werden und die Messverfahren pseudonym sind. Die gekürzte IP-Adresse wird maximal 60 Tage gespeichert. Die Nutzungsdaten in Verbindung mit einem pseudonymen Zuordnungswert („Identifier“) werden maximal 6 Monate gespeichert.

        Den Nutzern steht ferner ein Opt-Out zur Vefügung, um der Erfassung zu vorgenannten Zwecken zu widersprechen: https://optout.ioam.de. Weitere Informationen können Sie der Datenschutzerklärung von INFOnline entnehmen https://www.infonline.de/datenschutz/benutzer.

        Blogs und Publikationsmedien

        Wir nutzen Blogs oder vergleichbare Mittel der Onlinekommunikation und Publikation (nachfolgend "Publikationsmedium"). Die Daten der Leser werden für die Zwecke des Publikationsmediums nur insoweit verarbeitet, als es für dessen Darstellung und die Kommunikation zwischen Autoren und Lesern oder aus Gründen der Sicherheit erforderlich ist. Im Übrigen verweisen wir auf die Informationen zur Verarbeitung der Besucher unseres Publikationsmediums im Rahmen dieser Datenschutzhinweise.
        Kommentare und Beiträge: Wenn Nutzer Kommentare oder sonstige Beiträge hinterlassen, können ihre IP-Adressen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen gespeichert werden. Das erfolgt zu unserer Sicherheit, falls jemand in Kommentaren und Beiträgen widerrechtliche Inhalte hinterlässt (Beleidigungen, verbotene politische Propaganda etc.). In diesem Fall können wir selbst für den Kommentar oder Beitrag belangt werden und sind daher an der Identität des Verfassers interessiert.
        Des Weiteren behalten wir uns vor, auf Grundlage unserer berechtigten Interessen die Angaben der Nutzer zwecks Spamerkennung zu verarbeiten.
        Auf derselben Rechtsgrundlage behalten wir uns vor, im Fall von Umfragen die IP-Adressen der Nutzer für deren Dauer zu speichern und Cookies zu verwenden, um Mehrfachabstimmungen zu vermeiden.
        Die im Rahmen der Kommentare und Beiträge mitgeteilten Informationen zur Person, etwaige Kontakt- sowie Webseiteninformationen als auch die inhaltlichen Angaben werden von uns bis zum Widerspruch der Nutzer dauerhaft gespeichert.
        Kommentarabonnements: Die Nachfolgekommentare können von Nutzern mit deren Einwilligung abonniert werden. Die Nutzer erhalten eine Bestätigungsemail, um zu überprüfen, ob sie der Inhaber der eingegebenen Emailadresse sind. Nutzer können laufende Kommentarabonnements jederzeit abbestellen. Die Bestätigungsemail wird Hinweise zu den Widerrufsmöglichkeiten enthalten. Für die Zwecke des Nachweises der Einwilligung der Nutzer speichern wir den Anmeldezeitpunkt nebst der IP-Adresse der Nutzer und löschen diese Informationen, wenn Nutzer sich von dem Abonnement abmelden.
        Sie können den Empfang unseres Abonnements jederzeit kündigen, d.h., Ihre Einwilligungen widerrufen. Wir können die ausgetragenen E-Mail-Adressen bis zu drei Jahren auf Grundlage unserer berechtigten Interessen speichern, bevor wir sie löschen, um eine ehemals gegebene Einwilligung nachweisen zu können. Die Verarbeitung dieser Daten wird auf den Zweck einer möglichen Abwehr von Ansprüchen beschränkt. Ein individueller Löschungsantrag ist jederzeit möglich, sofern zugleich das ehemalige Bestehen einer Einwilligung bestätigt wird.
        • Verarbeitete Datenarten: Bestandsdaten (z.B. Namen, Adressen), Kontaktdaten (z.B. E-Mail, Telefonnummern), Inhaltsdaten (z.B. Texteingaben, Fotografien, Videos), Nutzungsdaten (z.B. besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten), Meta-/Kommunikationsdaten (z.B. Geräte-Informationen, IP-Adressen).
        • Betroffene Personen: Nutzer (z.B. Webseitenbesucher, Nutzer von Onlinediensten).
        • Zwecke der Verarbeitung: Vertragliche Leistungen und Service, Feedback (z.B. Sammeln von Feedback via Online-Formular), Sicherheitsmaßnahmen, Verwaltung und Beantwortung von Anfragen, Kontaktanfragen und Kommunikation.
        • Rechtsgrundlagen: Vertragserfüllung und vorvertragliche Anfragen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b. DSGVO), Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f. DSGVO), Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO), Schutz lebenswichtiger Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. d. DSGVO).
        Eingesetzte Dienste und Diensteanbieter:

        Kontaktaufnahme

        Bei der Kontaktaufnahme mit uns (z.B. per Kontaktformular, E-Mail, Telefon oder via soziale Medien) werden die Angaben der anfragenden Personen verarbeitet, soweit dies zur Beantwortung der Kontaktanfragen und etwaiger angefragter Maßnahmen erforderlich ist.
        Die Beantwortung der Kontaktanfragen im Rahmen von vertraglichen oder vorvertraglichen Beziehungen erfolgt zur Erfüllung unserer vertraglichen Pflichten oder zur Beantwortung von (vor)vertraglichen Anfragen und im Übrigen auf Grundlage der berechtigten Interessen an der Beantwortung der Anfragen.
        • Verarbeitete Datenarten: Bestandsdaten (z.B. Namen, Adressen), Kontaktdaten (z.B. E-Mail, Telefonnummern), Inhaltsdaten (z.B. Texteingaben, Fotografien, Videos).
        • Betroffene Personen: Kommunikationspartner.
        • Zwecke der Verarbeitung: Kontaktanfragen und Kommunikation.
        • Rechtsgrundlagen: Vertragserfüllung und vorvertragliche Anfragen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b. DSGVO), Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f. DSGVO).

        Bereitstellung des Onlineangebotes und Webhosting

        Um unser Onlineangebot sicher und effizient bereitstellen zu können, nehmen wir die Leistungen von einem oder mehreren Webhosting-Anbietern in Anspruch, von deren Servern (bzw. von ihnen verwalteten Servern) das Onlineangebot abgerufen werden kann. Zu diesen Zwecken können wir Infrastruktur- und Plattformdienstleistungen, Rechenkapazität, Speicherplatz und Datenbankdienste sowie Sicherheitsleistungen und technische Wartungsleistungen in Anspruch nehmen.
        Zu den im Rahmen der Bereitstellung des Hostingangebotes verarbeiteten Daten können alle die Nutzer unseres Onlineangebotes betreffenden Angaben gehören, die im Rahmen der Nutzung und der Kommunikation anfallen. Hierzu gehören regelmäßig die IP-Adresse, die notwendig ist, um die Inhalte von Onlineangeboten an Browser ausliefern zu können, und alle innerhalb unseres Onlineangebotes oder von Webseiten getätigten Eingaben.
        Erhebung von Zugriffsdaten und Logfiles: Wir selbst (bzw. unser Webhostinganbieter) erheben Daten zu jedem Zugriff auf den Server (sogenannte Serverlogfiles). Zu den Serverlogfiles können die Adresse und Name der abgerufenen Webseiten und Dateien, Datum und Uhrzeit des Abrufs, übertragene Datenmengen, Meldung über erfolgreichen Abruf, Browsertyp nebst Version, das Betriebssystem des Nutzers, Referrer URL (die zuvor besuchte Seite) und im Regelfall IP-Adressen und der anfragende Provider gehören.
        Die Serverlogfiles können zum einen zu Zwecken der Sicherheit eingesetzt werden, z.B., um eine Überlastung der Server zu vermeiden (insbesondere im Fall von missbräuchlichen Angriffen, sogenannten DDoS-Attacken) und zum anderen, um die Auslastung der Server und ihre Stabilität sicherzustellen.
        • Verarbeitete Datenarten: Inhaltsdaten (z.B. Texteingaben, Fotografien, Videos), Nutzungsdaten (z.B. besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten), Meta-/Kommunikationsdaten (z.B. Geräte-Informationen, IP-Adressen).
        • Betroffene Personen: Nutzer (z.B. Webseitenbesucher, Nutzer von Onlinediensten).
        • Rechtsgrundlagen: Berechtigte Interessen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f. DSGVO).

        Löschung von Daten

        Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben gelöscht, sobald deren zur Verarbeitung erlaubten Einwilligungen widerrufen werden oder sonstige Erlaubnisse entfallen (z.B., wenn der Zweck der Verarbeitung dieser Daten entfallen ist oder sie für den Zweck nicht erforderlich sind).
        Sofern die Daten nicht gelöscht werden, weil sie für andere und gesetzlich zulässige Zwecke erforderlich sind, wird deren Verarbeitung auf diese Zwecke beschränkt. D.h., die Daten werden gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet. Das gilt z.B. für Daten, die aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen oder deren Speicherung zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person erforderlich ist.
        Weitere Hinweise zu der Löschung von personenbezogenen Daten können ferner im Rahmen der einzelnen Datenschutzhinweise dieser Datenschutzerklärung erfolgen.

          Änderung und Aktualisierung der Datenschutzerklärung

          Wir bitten Sie, sich regelmäßig über den Inhalt unserer Datenschutzerklärung zu informieren. Wir passen die Datenschutzerklärung an, sobald die Änderungen der von uns durchgeführten Datenverarbeitungen dies erforderlich machen. Wir informieren Sie, sobald durch die Änderungen eine Mitwirkungshandlung Ihrerseits (z.B. Einwilligung) oder eine sonstige individuelle Benachrichtigung erforderlich wird.

          Rechte der betroffenen Personen

          Ihnen stehen als Betroffene nach der DSGVO verschiedene Rechte zu, die sich insbesondere aus Art. 15 bis 18 und 21 DS-GVO ergeben:
          • Widerspruchsrecht: Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling. Werden die Sie betreffenden personenbezogenen Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, haben Sie das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht.
          • Widerrufsrecht bei Einwilligungen: Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen jederzeit zu widerrufen.
          • Auskunftsrecht: Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend den gesetzlichen Vorgaben.
          • Recht auf Berichtigung: Sie haben entsprechend den gesetzlichen Vorgaben das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.
          • Recht auf Löschung und Einschränkung der Verarbeitung: Sie haben nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben das Recht, zu verlangen, dass Sie betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.
          • Recht auf Datenübertragbarkeit: Sie haben das Recht, Sie betreffende Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten oder deren Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen zu fordern.
          • Beschwerde bei Aufsichtsbehörde: Sie haben ferner nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben das Recht, bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat Ihres gewöhnlichen Aufenthaltsorts, Ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt.

          Begriffsdefinitionen

          In diesem Abschnitt erhalten Sie eine Übersicht über die in dieser Datenschutzerklärung verwendeten Begrifflichkeiten. Viele der Begriffe sind dem Gesetz entnommen und vor allem im Art. 4 DSGVO definiert. Die gesetzlichen Definitionen sind verbindlich. Die nachfolgenden Erläuterungen sollen dagegen vor allem dem Verständnis dienen. Die Begriffe sind alphabetisch sortiert.
          • Personenbezogene Daten: "Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden "betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung (z.B. Cookie) oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind.
          • Verantwortlicher: Als "Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet.
          • Verarbeitung: "Verarbeitung" ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten, sei es das Erheben, das Auswerten, das Speichern, das Übermitteln oder das Löschen.